Opodo Irreführung untersagt

25.09.2014

Das Internet-Buchungs­portal Opodo darf Kunden keine Reise­versicherungen aufdrängen und muss Service­entgelte von Anfang an in den Gesamt­preis einrechnen. So urteilte das Land­gericht Berlin (Az. 15 O 413/13) nach einer Klage des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv). Opodo arbeitete nach Auffassung des vzbv mit einer unfairen Masche. Kunden, die keinen Versicherungs­schutz wollten, mussten ihn beim Buchen ausdrück­lich wegklicken. Darauf­hin öffnete sich ein Fenster, in dem Opodo vor hohen Storno­kosten und täglich mehr als 500 000 Flug­verspätungen warnte. Wer nun auf „Weiter“ klickte, entschied sich ungewollt doch für die zuvor abge­lehnte Reise­versicherung. Die Richter hatten für solche Tricks kein Verständnis. Sie kritisierten auch die über­triebenen Warnhin­weise. Außerdem muss Opodo Kosten für die jeweilige Zahlungs­art von Anfang an in den Gesamt­preis einrechnen. Für die meisten Zahlungen erhob Opodo eine Service­pauschale. Die Kunden erfuhren das erst nach Eingabe der persönlichen Daten.

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25.09.2014
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