Beantragt eine gesetzlich Versicherte die Über­nahme der Kosten für eine Operation, muss die Krankenkasse inner­halb von fünf Wochen auf den Antrag reagieren. Tut sie es nicht, gilt der Antrag als genehmigt. Das hat das Sozialge­richt Heilbronn entschieden (Az. S 11 KR 2425/14). Eine 55-jährige Frau mit einer Körpergröße von 1,46 Metern wollte sich über­schüssige Haut entfernen lassen, nachdem sie 50 Kilo Körpergewicht abge­nommen hatte. Ihre Betriebs­krankenkasse reagierte erst ein halbes Jahr später auf den Antrag und wies ihn zurück. Die Kasse muss die Operations­kosten nun tragen. Das Urteil ist nicht rechts­kräftig.

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