Online­shopping Meldung

Für Geschenke ist das Internet ideal. Man kann sie bequem vom Schreibtisch aus bestellen und die Ware einfach zurück­senden, wenn sie nicht gefällt. Das geht 14 Tage lang. Einige Dinge sind dabei jedoch zu beachten. test.de erklärt die Rechts­lage.

Frist beginnt mit Erhalt der Ware

Läden vor Ort geben Käufern häufig ein Umtauschrecht. Sie sind aber nicht dazu verpflichtet und dürfen Bedingungen stellen: Umtausch nur gegen Gutschein, nur mit Kassenbon oder mit Original­verpackung. Im Internet hingegen haben Kunden das Recht auf Widerruf. Sie haben 14 Tage Zeit und müssen keine Gründe nennen. Der Händler muss das Geld erstatten. Die Frist beginnt mit Erhalt der Ware. Der Händler muss schon bei Vertrags­schluss „in Text­form“ auf das Widerrufs­recht hinweisen: per Post, E-Mail, als PDF. Fehlt der Hinweis, gilt das Recht zeitlich unbe­grenzt.

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Wem das Widerrufs­recht zusteht

Das Widerrufs­recht steht dem Käufer zu, nicht dem Beschenkten. Viele Händler akzeptieren aber, wenn der Beschenkte den Widerruf macht. Ausnahme: Für Waren, die individuell für den Käufer ange­fertigt wurden, gilt kein Widerrufs­recht, zum Beispiel für Brief­papier mit Adresse. Individuell sind aber nicht Waren, die nach Kunden­wunsch aus Stan­dard­teilen gebaut wurden, etwa ein Notebook. Bei versiegelten Videos, DVD oder Software erlischt das Widerrufs­recht, wenn der Kunde das Siegel bricht. Tragen sie kein Siegel, gilt das Widerrufs­recht.

Was bei Rück­sendungen zu beachten ist

Das Versandrisiko trägt der Händler. Kunden müssen die Ware sicher verpacken. Nehmen sie nicht die Original­verpackung, muss der Händler die Ware trotzdem zurück­nehmen, kann aber Schaden­ersatz verlangen. Der Händler trägt das Hin- und Rück­porto. Nur bei Waren bis 40 Euro darf er das Rück­porto dem Kunden zur Last legen – wenn er bei Vertrags­schluss darauf hingewiesen hat.

Bis wann das Geld rück­erstattet werden muss

Der Kunde darf eine Frist setzen, in der das Geld zu erstatten ist. Angemessen sind acht bis zehn Tage. Setzt er keine Frist, muss der Händler spätestens nach 30 Tagen zahlen.

Prüfrecht des Kunden

Der Kunde darf die Sachen auspacken und so prüfen, wie er es im Laden täte, zum Beispiel mit dem Handy anrufen oder ein Foto aufnehmen. Am besten geht man so pfleglich mit den Sachen um, dass man sie selber noch als Neuware kaufen würde.

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