Ein Finanztest-Leser fragt: „Ich habe vor einigen Monaten bei einem Onlineshop einge­kauft. Danach kamen ständig Werbe-E-Mails. Ich habe gefordert, die Werbung einzustellen und meine Daten zu löschen. Die Werbung will der Shop stoppen, weigert sich aber, meine Daten zu löschen. Ist das zulässig?“

Finanztest: Ja, das ist zumindest zum Teil zulässig. Die für die Abwick­lung von Bestel­lungen nötigen Daten wie Name und Adresse müssen Unternehmen aufbewahren. Das folgt aus der handels- und steuerrecht­lichen Pflicht zur Buch­führung. Erst nach zehn Jahren dürfen solche Daten gelöscht werden. Ansonsten haben Sie recht: Onlineshops müssen weitere personenbezogene Daten löschen, wenn Betroffene dies verlangen, so das Bundes­daten­schutz­gesetz.

Unabhängig davon haben Sie als Kunde jeder­zeit das Recht, es dem Unternehmen zu untersagen, Ihnen Werbung zu schi­cken.

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