Wenn Schlüssel, Handy oder Geldbörse weg sind, hilft in über 600 Städten und Gemeinden das Onlinefundbüro. Zusätzlich gibt es auch eine Website, über die eine deutsch­land­weite Suche möglich ist. Wer etwas Geduld mitbringt, kann sich die Beantragung neuer Ausweisdokumente oft ersparen: Viele Fund­stücke landen erst nach ein, zwei Wochen im örtlichen Fundbüro.

Über 600 Fundbüros bieten Online­suche an

Wenn wichtige Sachen wie Handy oder Geldbörse weg sind, liegen die Nerven blank und die Suche soll schnell gehen. Gut, dass ein Besuch im Fundbüro jetzt vieler­orts übers Internet möglich ist. Mehr als 600 Fundbüros in Deutsch­land bieten eine Online­suche an. Ihre oft verzweifelten Kunden können in Kategorien wie Schlüssel, Elektronik oder Dokumente und Plastikkarten suchen. In vielen Groß­städten wie Hamburg und Berlin ist die Online­daten­bank des städtischen Fundbüros mit der Fund­stelle der Verkehrs­betriebe vernetzt.

Geld weg, Ausweise noch da

Auch Opfer von Diebstählen sollten die Online­suche der Fundbüros nutzen. Viele Diebe sind offensicht­lich vor allem am Bargeld interes­siert. „Im Jahr 2013 wurden bei uns mehr als 3 600 Geldbörsen abge­geben. In mehr als der Hälfte war kein Geld mehr, aber immerhin noch Ausweise“, sagt Manfred Schneider, Leiter des Berliner Fundbüros.

Mehrere tausend Schlüssel pro Monat

Jochen Seidler leitet das Fundbüro Mann­heim. Hier landen täglich säcke­weise Fund­stücke: Schirme, aber noch mehr Schlüssel und Handys.

Jochen Seidler, Leiter des Fundbüros Mann­heim, rät, 14 Tage zu warten, bevor sich Verlierer um neue Ausweise, Führer­schein oder Schlüssel kümmern. „Vieles wird erst bei der Polizei und nicht im Fundbüro abge­geben und landet danach bei uns“, sagt er. In Mann­heim sind die häufigsten Fund­stücke Schlüssel. Seidler: „Allein pro Monat mehrere tausend.“

Tipp: Schauen Sie auf der Internetseite Ihres örtlichen Fundbüros nach, bevor Sie sich um neue Ausweise oder Schlüssel kümmern. Es gibt auch eine deutsch­land­weite Suche (fundsuche02.kivbf.de). Versuchen Sie es auch bei kostenlosen privaten Onlinefundbüros (z. B. fundbuero24.de).

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