Schutz vor Betrügern: Die sicheren Bankingverfahren

Ans Onlinebanking können sich auch durchschnittliche PC-Nutzer getrost herantrauen. Sie sollten sich jedoch für eines der Verfahren entscheiden, das Kunden sicher nutzen können:

eTan plus

Der Kunde bekommt eine persönliche Identifikationsnummer (Pin), einen von seinem PC unabhän­gigen Taschenkartenleser und eine Bankkundenkarte mit Chip. Für eine Überweisung steckt er die Bankkarte in den Kartenleser, gibt über dessen Tastatur den auf der Überweisungs­seite angezeigten Bankkode ein. Dann zeigt das Display eine Transaktions-nummer (Tan), die der Kunde zur ­Freigabe der Überweisung in den PC eingibt. Die eTan plus wird aus den Transaktionsdaten und einem geheimen Schlüssel in der Karte berechnet. Die eTan plus ist deshalb nur für ­genau diese Transaktion nutzbar.
Das Lesegerät kann Geld kosten, zum Beispiel 12 Euro bei der Kölner Bank.

mTan

Die Bank schickt die Transaktionsnummer (Tan) auf das Handy des Kunden, daher der Name mobile Tan oder mTan. Der Kunde meldet sich ­dafür an und legt fest, auf welche ­Mobilfunknummer die Bank die Tan schicken soll. Nach der Anmeldung ­bekommt er per SMS (manchmal kostenpflichtig) eine Bestätigung. Für eine Überweisung klickt der Kunde im PC die Funktion mobile Tan an und erhält Sekunden später eine SMS mit einer Tan und den Überweisungsdaten. ­Damit autorisiert er seinen Auftrag.

HBCI

Für Home Banking Computer Interface mit Chipkarte braucht der Bankkunde die HBCI-Software, eine Chipkarte und einen Kartenleser mit separater Tastatur (Klasse-3-Leser). Zur Autorisierung einer Überweisung steckt er die Karte in das Lesegerät und gibt die Karten-Pin ein. Die Karte signiert die Transaktion mit einem geheimen Schlüssel. Nur die Bank kann anhand der bei ihr hinterlegten Daten die Transaktion verifizieren.
Das Lesegerät muss der Nutzer meist bezahlen. Je nach Bauart kostet es zwischen 20 und 120 Euro.

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