Onlinebanking Meldung

Keine Zauberei. Onlinebetrüger nutzen die Leichtgläubigkeit anderer aus.

Das Landgericht Karlsruhe hat Phishing-Opfern den Rücken gestärkt: Eine Bank durfte Geld vom Konto eines offensichtlich am Betrug Beteiligten einziehen. Zuvor waren von den Konten dreier Onlinekunden mehrere Tausend Euro verschwunden. Nach Beschwerden der drei Geschädigten holte die Bank das Geld vom Konto eines anderen Kunden zurück. Dieser hatte als Geldkurier fungiert. Auf seinem Konto waren innerhalb weniger Tage die offenbar gefälschten Überweisungen gelandet (Az. 3 O 47/07). Er hatte das Geld anschließend abzüglich einer Provision bar abgehoben und ins ­Ausland transferiert.

Gut für die Opfer: Das Gericht stellte auch fest, dass die Bank ihre Sorgfaltspflicht verletzt hatte. Denn es gab Auffälligkeiten bei Überweisungen, zum Beispiel einen Computerabsturz, die Aufforderung zur erneuten Eingabe der Transaktionsnummer (Tan) sowie die fehlende Bestätigung der Überweisung.

Weil die Bank auf Hinweise der Kunden nicht reagiert hatte, konnte sie das Geld nicht in voller Höhe von dem Kurier zurückfordern.

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