Onlinekunden wechseln ihr Bankkonto viel häufiger als Kunden mit einem Konto bei einer Filiale. Das ist ein Ergebnis einer Studie des Meinungsforschungsinstituts Infratest Burke. Pro Jahr wechselt jeder zehnte Onlinekunde seine Bankverbindung oder verlagert einzelne Bankgeschäfte zu einer Zweitbank. Von den "konventionellen" Kunden wandern nur halb so viele zur Konkurrenz ab.
Bei der Geldanlage treiben vor allem niedrige Renditen Bankkunden zum Wechsel ihres Instituts. Jeder vierte Abwanderer beklagt aber auch mangelhaften Service. Davon profitieren in den letzten Jahren vor allem die Direktbanken. Auf dem Markt, so das Forschungsinstitut, trete verstärkt der "hybride" Kunde auf, der gezielt differenziert: Über die Filialbank wickelt er nur noch Geschäfte ab, für die er besonderen Service und Beratung braucht. Alles andere besorgt er sich bei einer "Aldi-Bank", also einem preiswerten Discounter.

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