Onlinebanking Meldung

Ein Hacker hat der Redaktion der Fernsehsendung Plusminus alle Kontodaten des ahnungslosen Onlinebankers Manfred Reinecker geschickt. Auch Kontoauszüge und der aktuelle Kontostand waren dabei. Darüber berichtete die Sendung am 29. Februar. Mit diesen Daten ­ PIN und TANs ­ hätte der Hacker das Konto plündern können.

Des Rätsels Lösung: Reinecker hatte auf seinem Rechner vermutlich vireninfizierte Software installiert, nämlich das Computerspiel "Moorhuhnjagd", das er per E-Mail von einem Unbekannten erhalten hatte. Dabei wurde unbemerkt ein Programm auf seiner Festplatte gespeichert, das jedes Mal, wenn Reinecker online ging, alle Tastatureingaben an den Hacker übermittelte. So erfuhr er alle erforderlichen Bankdaten. Hätte Reinecker den großen Bankentest im Januarheft von Finanztest gelesen, hätte er gewusst, wie man sich vor derartigen Attacken schützt.

TiPPS: Nutzen Sie unbedingt Virenscanner und achten Sie darauf, dass Ihr Browser immer die höchsten Sicherheitseinstellungen hat. Öffnen Sie niemals den Anhang einer E-Mail, wenn Sie den Absender nicht kennen, und laden Sie keine Software von dubiosen Internet-Anbietern herunter. Für das Internetbanking ist der HBCI-Standard mit Chipkarte und Kartenlesegerät die beste Wahl: Alle für das Onlinebanking erforderlichen Daten ver-lassen die Chipkarte nur verschlüsselt, ein Hacker würde also nur Zeichen-Kauderwelsch zu sehen bekommen.

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