Verkäufer, die bei Onlineauktionen wie Ebay Ware anbieten, können sich nicht auf die Gebote verlassen. Das zeigt ein Urteil des Oberlandesgerichts Köln.

Die Richter hatten den Fall eines Verkäufers zu entscheiden, der eine Armbanduhr für rund 9 000 Euro versteigern wollte. Ein Interessent gab sein ­Gebot ab. Doch später wollte er nichts mehr von dem Geschäft wissen. Er sei es gar nicht gewesen, der über sein beim Auktionshaus eingerichtetes E-Mail-Konto geboten habe. Irgendein Unbefugter müsse seine Daten missbraucht haben.

Das Gericht gab dem vermeintlichen Käufer Recht. Bei Onlineauktionen dürfe niemand darauf vertrauen, dass hinter dem Bieternamen in Form einer E-Mail-Adresse auch wirklich der wahre Inhaber der Mailadresse stecke (Az. 19 U 16/02). Missbrauch sei nun einmal möglich.

Tipp: Geht es um teure Waren, sollten Käufer und Verkäufer bereits vor Auk­tionsende per E-Mail Kontakt aufnehmen. Nur so gibt es wenigstens eine kleine Chance, im Streitfall die Identität des anderen zu beweisen.

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