Online-Wohnungs­vermitt­lung Meldung

Das Vermieten der eigenen Miet­wohnung über Online-Portale an Touristen kann lukrativ sein. Es kann aber auch zu Ärger mit dem Vermieter führen, wenn der kein Einverständnis gegeben hat. Im schlimmsten Fall droht die frist­lose Kündigung.

Frist­lose Kündigung nach Abmahnung

Wer als Mieter seine Wohnung oder einzelne Zimmer über das Onlineportal Airbnb ohne Einverständnis des Vermieters an Touristen vermietet, geht ein Risiko ein. Das Land­gericht Berlin hat die frist­lose Kündigung eines Mieters für wirk­sam erklärt, der trotz Abmahnung durch den Vermieter weiter über Airbnb vermietet hatte (Az. 67 T 29/15).

Nicht das erste Urteil

Das Thema Airbnb wird zunehmend brisanter. Bereits im November 2014 war es schon einmal vor dem Land­gericht Berlin zu einer Klage gekommen, weil ein Mieter Räume über Airbnb gegen Bezahlung vermietet hatte. Auch damals bestätigten die Richter die frist­lose Kündigung des Mieters (Az. 67 S 360/14).

Tipp Bieten Sie als Mieter nur Räume über Airbnb an, wenn Sie dafür das Einverständnis Ihres Vermieters haben. Hat dieser, etwa im Miet­vertrag, nur ganz allgemein erlaubt, dass der Mieter Räume zeit­weise anderen über­lassen darf, gilt das nicht als Einverständnis zur Vermietung an Touristen (Bundes­gerichts­hof, Az. VIII ZR 210/13).

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