Internetläden müssen direkt bei der Ware die Versandkosten nennen – nicht erst, wenn der Kunde seinen „Waren- oder Einkaufskorb“ mit den ausgewählten Produkten öffnet. Damit kippte der Bundesgerichtshof die bei vielen Händlern gängige Praxis, erst dann auf Versandkosten hinzuweisen. Auch wenn das nicht die Bestellung auslöst, sei schon das Einle­gen in den Korb eine geschäftliche Entscheidung, so der BGH. Weil aber der Versand oft vom Umfang der Gesamtbestellung abhängt, reicht ein „zzgl. Versandkosten“ unmittelbar an der Ware, wenn diese bei Anklicken des Hinweises allgemein erläutert werden und der Kunde seine jeweiligen Kosten im Warenkorb findet (Az. I ZR 143/04).

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