Online-Telefonie

Stimm-Protokolle

24.11.2004

Die Voice over IP-Technik (VoIP) ist einfach und genial. Die Krankheiten aus den Anfangsjahren sind geheilt. Notwendig für die alltägliche Nutzung ist ein breitbandiger Internet-Anschluss. Das Angebot solcher DSL-Anschlüsse durch die Telekom und andere Firmen wächst stetig - ebenso die Nachfrage bei Privatkunden. Laut Studie „Deutschland Online 2“ soll es bis 2010 in Deutschland 17 Millionen Breitbandzugänge geben. test.de erklärt, wie VoIP funktioniert.

Inhalt

Paket-Dienst

Internet-Telefonie unterscheidet sich von der herkömmlichen Telekommunikationstechnik dadurch, dass sie paket- und nicht kanal-orientiert ist. Das bedeutet folgendes: Computer oder IP-Telefon wandeln die Stimme in Bits und Bytes um: Die digitalen Päckchen bekommen dann eine Zieladresse beigelegt. Die High-Speed-Internetverbindung sorgt dafür, dass die umgewandelten Schallwellen schnell beim Angerufenen ankommen. Zerlegen, transportieren und wieder zusammensetzen geht so schnell, dass der Andere die Sprache nur mit geringer Verzögerung hört. Das Gleiche passiert dann in die andere Richtung, wenn der Angerufene spricht. Selbst gleichzeitiges Sprechen ist für die paket-orientierte Technik kein Problem: Im Internet ist genügend Platz, damit die Päckchen - ohne bremsen zu müssen - aneinander vorbeikommen.

Die VoIP-Technik

Möglich macht diese Übertragung das Internet-Protokoll, kurz IP. Deshalb heißt die Technik bei der Internet-Telefonie auch „Voice over IP“ (VoIP). Mit so genannten Codecs komprimiert der Wandler die Daten in entsprechende Audioformate. Dadurch verringert sich die Datenmenge und belastet weniger die Bandbreite des Internetanschlusses. Das Verfahren ist mit der Komprimierung von Musik in MP3-Format vergleichbar. Vorteil von VoIP: Mehrere Datenpäckchen können auf die gleiche Leitung nacheinander verteilt werden. Am Ende der Reise setzt ein Telefon, eine Box oder ein Computer die Päckchen wieder zusammen und wandelt sie in Schallwellen um.