Online-Shopping Meldung

Die Zeit drängt. Wer noch keine Weihnachtsgeschenke gekauft hat, muss sich beeilen. Weiteres Abwarten bringt nichts: Das Gedränge in den Geschäften wird größer, die Angebote in den Regalen weniger. Wie so oft lockt die digitale Welt mit Alternativen. Internet-Shopping gegen den Weihnachtsstress: bequem, ohne Warteschlangen und häufig preiswerter als im realen Laden. test.de gibt Tipps, wie Sie die digitale Shoppingtour sicher gestalten.

Im Netz kaufen

Deutschland kauft immer mehr im Internet ein. Von Januar bis Juni diesen Jahres haben knapp ein Drittel mehr Menschen online eingekauft als in den ersten sechs Monaten 2002. Besonders beliebt beim Internet-Shopping sind Reisen, Bekleidung, Computer und Zubehör sowie Bücher und CDs. Gerade zur Weihnachtszeit bestellen viele lieber die Geschenke in Onlineshops als sich in langen Schlangen vor den Kassen einzureihen.

Beliebtes Shopping

Experten schätzen für dieses Jahr, dass circa 5 Milliarden Euro mit Geschäften im Internet umgesetzt wurden. Tendenz steigend. Auch im nächsten Jahr werden wieder neue Onlinekäufer den Onlineshops zu kräftigen Umsätzen und steigernder Beliebtheit verhelfen. Doch nach wie vor sollten Käufer im Internet einige Dinge beachten, damit der Kauf wirklich bequem und billig war. Unzuverlässige Händler und professionelle Betrüger haben immer noch ihre digitalen Türen geöffnet.

Seriös gefunden

Ähnlich wie beim Gang durch die Straßen der Stadt muss der Einkäufer im Internet im Dickicht der Links den richtigen Shop finden. Wer in seiner Stadt ein Buch kaufen will, geht in den Buchladen. Genauso funktionierts auch im Internet: Wer online ein Buch bestellt, geht meist zum größten Onlinebuchhändler Amazon. Für Suchende wirds schwieriger, wenn sie noch nicht wissen, was sie kaufen wollen oder sie für ihr Produkt keinen Standardshop kennen. Dann müssen allgemeine Suchmaschinen wie Google ran. Wer auf Schnäppchenjagd gehen will, geht zum Beispiel zu günstiger.de. In test 10/02 schnitt diese Preisdatenbank am besten ab. Eine Recherche der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen bestätigt das.

Vertrauen zur Homepage

Hat der Surfer einen Laden gefunden, der sein gewünschtes Produkt günstig anbietet, weiß er immer noch nicht, ob es sich um einen seriösen Shop handelt. Bei bekannten, großen Internetshops ist klar, dass hier in der Regel keine Abzocker am Werk sind. Die Seriosität von kleinen Händlern, die nicht bekannt sind oder nicht auf anderen Homepages bewertet wurden, ist schwieriger zu beurteilen. Hinreichende Kriterien gibt es nicht, aber einige Indizien können darauf hindeuten, dass der Kunde dem Händler vertrauen kann. Dazu gehören:

  • genaue Anschrift des Händlers
  • Informationen über Rückgabe- und Widerrufsrecht
  • ausführliche Produktbeschreibung
  • Preisangaben inklusive Mehrwertsteuer
  • Angabe der Liefer- und Versandkosten.

Sicher zahlen

Wer online kauft, hat im besten Fall drei Möglichkeiten zu bezahlen: per Nachnahme, Rechnung oder Lastschrift. Für den Verkäufer ist das Lastschriftverfahren am günstigsten und für den Käufer am bequemsten. Hier gibt es auch wieder zwei Möglichkeiten: Entweder gibt der Kunde einmalig seine Kontodaten an, sodass bei jeder neuen Bestellung der Betrag vom Konto abgebucht wird. Oder der Kunde trägt bei jedem Onlinekauf seine Kreditkartendaten erneut ein. Beim Lastschriftverfahren hat der Kunde mindestens sechs Wochen lang das Recht, bei seiner Bank die Abbuchung rückgängig zu machen. In allen Fällen ist die Eingabe von Daten nur dann sicher, wenn ein „https“-Link erscheint, also die Adresse in der Browserleiste mit „https://“ beginnt. Zusätzlich zeigt der Browser in der unteren Leiste ein Schlüsselsymbol. Auf Nummer Sicher gehen: Der SSL-Check der Stiftung Warentest überprüft, ob der entsprechende Link sicher ist.

Gesucht, gefunden, gezahlt

Beim „echten“ Einkauf sucht, findet, zahlt der Kunde und nimmt das Produkt mit. Beim Onlinekauf muss es erst geschickt werden. Ein weiterer Unsicherheitsfaktor: Vielleicht kommt das Päckchen nicht an, vielleicht hat der Verkäufer es gar nicht losgeschickt, vielleicht ist etwas anderes drin als bestellt und vielleicht ist das Bestellte unterwegs kaputt gegangen. Möglich ist zwar alles, der Käufer hat aber gute Karten, Recht zu bekommen.

  • Rückgaberecht. Ohne Angabe von Gründen kann der Käufer das Geschäft bis zwei Wochen nach Eingang der Produkte widerrufen. Einschränkung bei Waren unter 40 Euro: Hier darf der Verkäufer die Rücksendungskosten dem Käufer in Rechnung stellen. Informiert der Händler nicht deutlich auf seiner Homepage über das Widerrufsrecht, gilt die „Geld-zurück-Garantie“ unabhängig vom Warenwert und sogar zeitlich unbegrenzt.
  • Fehlende Ware. Manchmal kommt es vor, dass die Ware nicht ankommt. In diesem Fall hat der Onlinehändler das Problem, die Ware nochmals schicken zu müssen. Auch wenn er nachweisen kann, dass er sie zur Post oder einem anderen qualifizierten Unternehmen gebracht hat. Der Händler hat die Beweislast.

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