Händler müssen mindestens einen Bezahlweg gratis anbieten – und der muss allgemein verbreitet sein. Der Reise­vermittler Opodo hatte fürs Bezahlen mit Visa oder Mastercard 6,90 Euro verlangt. Auch andere Bezahl­wege waren kosten­pflichtig. Gratis war nur die Kreditkarte Visa Entropay. Aber sie ist kein gängiges Zahlungs­mittel, urteilte das Land­gericht Berlin (Az. 15 O 557/14). Außerdem waren die 6,90 Euro zu viel. Händler dürfen nicht mehr nehmen als die Kosten, die sie mit der jeweiligen Zahlungs­art haben. Meist sind das 0,8 bis 2,5 Prozent der Rechnung, erklärte der Verbraucherzentrale Bundes­verband, der die Klage führte. Ähnlich urteilte bereits das Land­gericht Hamburg (Az. 327 O 166/15). Dennoch hat Opodo Berufung einge­legt.

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