Online-Geschenkekauf Meldung

Viele Geschenke – auch elektronische Geräte – werden online bestellt. Doch was tun, wenn die Ware nicht gefällt?

Auf vielen Wunschzetteln stehen High­techgeräte wie Computer, Flachbildfernseher, Handys oder Digitalkameras. Oft werden sie heutzutage online bestellt. Das ist bequem, doch was, wenn man die bestellten Geräte umtauschen möchte?

Frist einhalten. Ist die Ware geliefert, bleiben dem Kunden 14 Tage zur Rückgabe. In dieser Zeit darf er den Kaufvertrag widerrufen. Hat er in einem anderen EU-Land bestellt, beträgt die Frist mindestens eine Woche. Der Kunde muss die Rücksendung der Ware nicht begründen.

Portokosten. Gewährt der Online-händler nicht nur ein Widerrufsrecht, sondern ein explizites „Rückgaberecht“, muss er die Kosten für das Porto übernehmen.

Vorsicht bei Software. Bei Audio- und Videoaufzeichnungen sowie bei Software besteht kein Widerrufsrecht, wenn die Datenträger vom Kunden schon entsiegelt worden sind.

Schweres abholen lassen. Was nicht als normales Paket geliefert wurde, sondern mit der Spedition, kann der Käufer vom Händler abholen lassen. Denn keiner muss einen großen Fernseher oder einen Computer selbst zur Post tragen. Allerdings sollte der Kunde die Abholung der Ware am besten per Einschreiben verlangen. So gibt es keine Missverständnisse, ob der Käufer die Widerrufsfrist auch wirklich eingehalten hat.

Onlineauktionen als Alternative. Ist keine Rückgabe mehr möglich, lassen sich Geschenke auch im Internet verkaufen. Am beliebtesten sind dafür Onlineauktionen. Private Verkäufer müssen dabei kein Widerrufs- oder Rückgaberecht einräumen. Um Ärger zu vermeiden, sollten Verkäufer die Produktfotos immer selbst erstellen, keine Mängel verschweigen und keine falschen Angaben machen.

Noch Fragen? Die Experten der Stiftung Warentest sind am 30. Dezember im Chat für Sie da.

Dieser Artikel ist hilfreich. 277 Nutzer finden das hilfreich.