Online-Bankraub Meldung

Im Auftrag der ARD-Sendung "Ratgeber Technik" ist ein Hacker in den Zentralcomputer der Hypovereinsbank eingebrochen. Ihm sei ein "symbolischer Bankraub" von 100 Mark gelungen, hieß es. Finanztest sprach mit dem EDV-Experten der Stiftung Warentest, Daniel Gläser.

Könnte sich ein Hacker auch als Multimillionär absetzen?

Daniel Gläser:

Das bezweifle ich. Um an Geld zu kommen, reicht es normalerweise nicht, Zugang zum Bankserver zu erhalten. Der Hacker muss fast immer zusätzlich auch den Kunden-Rechner manipulieren. Pro Konto können zudem oft nicht mehr als 2.000 bis 5.000 Mark abgezweigt werden, es sei denn, der Inhaber hat mit seiner Bank ein höheres Limit für Onlinetransaktionen vereinbart.

Kann man den Online-Bankraub ganz verhindern?

Daniel Gläser:

An Sicherheitstechnik für Onlinebanking fehlt es nicht. Die beste Technik derzeit ist die Verschlüsselung der Daten nach dem HBCI-Verfahren. Allerdings muss die Technik auch richtig eingesetzt werden. Der Kunde sollte einen Kartenleser mit Display und Tastatur verwenden. Die Banken müssen ihre Rechner rund um die Uhr auf Einbruchversuche überwachen.

Wer haftet für Schäden?

Daniel Gläser:

Dringt ein Hacker in das Sicherheitssystem einer Bank ein und schädigt dadurch einen Kunden, muss die Bank dafür haften. Anders ist es, wenn der PC des Kunden angegriffen wird. Keiner sollte seine persönliche Geheimzahl auf der Festplatte speichern und die Abrechnungsbelege regelmäßig kontrollieren, damit er schnell reagieren kann.

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