Ein Opfer von Online­betrug hat vor dem Land­gericht Darm­stadt verloren (Az. 28 O 36/14). Der Geschäfts­führer einer GmbH bleibt auf seinem Schaden von 18 500 Euro sitzen. Der Bank­kunde hatte das für Über­weisungen als sicher geltende Smart-Tan-plus-Verfahren verwendet. Er hätte nach Ansicht der Richter den Betrug erkennen und verhindern können. Es sei ausgeschlossen, dass Kunden die Über­weisung nicht selbst vorgenommen haben, wenn sie das Verfahren nutzen.

Betrüger hatten das Ziel­konto der Über­weisung offen­bar mit einem Schad­programm auf dem PC des Opfers nach­träglich geändert.

Für das Smart-Tan-plus-Verfahren muss der Bank­kunde sich registrieren lassen und bei der Bank einen Tan-Generator anfordern. Dieses Gerät zeigt zunächst die Über­weisungs­daten wie Ziel­konto und Betrag zur Kontrolle an. Erst wenn der Bank­kunde sie mit „ok“ bestätigt, erzeugt das Gerät die zugehörige Trans­aktions­nummer (Tan), mit der er im nächsten Schritt den Über­weisungs­auftrag am Computer bestätigt.

Laut Gericht hatte der Betrogene die Angaben auf dem Display des Tan-Generators nicht sorgfältig über­prüft und damit die gefälschten Daten bestätigt.

Tipp: Unter Wikibanking.net können Sie sich über Verfahren und Gefahren beim Online­banking informieren und erhalten Tipps zu Sicher­heits­maßnahmen.

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