Checkliste: Suchen – finden – Vertrag sicher abschließen

  • Tarifrechner. Auf der Internetseite des Versicherers können Sie über den Tarifrechner herausfinden, was der Schutz für Ihr Auto kosten wird. Zum Tarifrechner gelangen Sie je nach ­Anbieter auf unterschiedlichem Weg – zum Beispiel über die Schaltflächen „Beitrag berechnen“ oder „Tarifrechner“. Werden Sie nicht fündig, können Sie in vielen Fällen eine Suchfunktion nutzen.
  • Vorbereitung. Legen Sie Ihren Fahrzeugschein bereit. In ihm finden Sie die Fahrgestellnummer und die Schlüsselnummern Ihres Fahrzeugs und des Herstellers, die Sie im Tarifrechner eingeben müssen. Viele ­Versicherer bieten Ihnen alternativ ­eine Fahrzeugsuchfunktion an. Dort müssen Sie die Merkmale Ihres Fahrzeugs selbst aus einer Liste auswählen – zum Beispiel Hersteller und kW-Zahl des Fahrzeugs. Die Versicherer fragen außerdem, seit wann Sie Ihren Führerschein haben. Wenn Sie das Datum nicht wissen, schauen Sie im Führerschein nach.
  • Bedingungen. Informieren Sie sich möglichst schon vor Dateneingabe auf der Internetseite über die Leistungen der Versicherung, etwa mithilfe des Produktinformationsblatts. Hier fasst der Versicherer die wichtigsten Punkte des Angebots zusammen. Dann wissen Sie schon früh, ob der Anbieter aufgrund seiner Leistungen für Sie infrage kommt. Das Informationsblatt, die Versicherungsbedingungen und allgemeine Informationen zu Vertrag und Versicherer inklusive Widerrufsrecht müssen die Versicherer den Kunden rechtzeitig vor Vertragsabschluss zur Verfügung stellen. Im Internet reicht es, wenn der Versicherer die Unter­lagen zum Download anbietet.
  • Voreinstellungen. Achten Sie bei Eingabe Ihrer Daten darauf, was der Versicherer vorgibt. Hat er zum Beispiel beim Tarifkriterium „Werkstattbindung“ schon vorab ein Häkchen gesetzt? Achten Sie auf alle vorab ­gesetzten Markierungen. Entfernen Sie alles, was Sie nicht wollen.
  • Bonitätsprüfung. Einige Gesellschaften verlangen von Ihnen, dass Sie einer Bonitätsprüfung zustimmen. Der Versicherer überprüft dann mithilfe von Auskunfteien, ob Sie kreditwürdig sind. In der Haftpflichtversicherung kann er Sie grundsätzlich nicht ablehnen, den Kaskoschutz kann er Ihnen aber verweigern.
  • Vertragsabschluss. Ihr Vertrag kann online auf verschiedene Weise zustande kommen. Manchmal prüft das Computersystem des Versicherers das von Ihnen ausgefüllte Onlineformular und auf Ihrem Bildschirm erscheint die Nachricht, dass der Vertrag geschlossen ist. Mitunter kommt die Informa­tion auch extra in einer E-Mail. Einige Versicherer betrachten das ausgefüllte Onlineformular dagegen nur als Anfrage und schicken Ihnen einen Vertragsentwurf per Post. ­Der Vertrag ist dann erst geschlossen, wenn Sie diese Formulare unterschrieben zurückschicken und die Police eintrifft.
  • Versicherungsschutz. Nach Vertragsabschluss erhalten Sie vorläufigen Versicherungsschutz bis die Police, der „Versicherungsschein“ in Papierform, kommt und Sie den Beitrag zahlen. Voraussetzung für den vorläufigen ­Versicherungsschutz ist die „Versicherungsbestätigung“ (früher Doppelkarte). Diese schicken die Versicherer in Ausnahmefällen noch an Sie in Papierform. In der Regel senden sie eine elektronische Versicherungsbestätigung mit einem siebenstelligen Buchstaben- und Zahlenkode. Wichtig: Fragen Sie unbedingt nach dem Umfang der vorläufigen Deckung. Es kann sein, dass Sie nur haftpflichtversichert sind. Wer eine Versicherung mit Kaskoschutz abgeschlossen hat, genießt diesen Schutz womöglich erst, wenn die Police da ist und er den Beitrag gezahlt hat. Wenn Sie vorher schon Kaskoschutz wünschen, müssen Sie das bei manchen Versicherern ausdrücklich vereinbaren.
  • Zulassungsstelle. Bei Kunden, die mit ihrem schon zugelassenen Auto den Versicherer wechseln, schickt der Versicherer die elektronische Versicherungsbestätigung (eVB) direkt an die Zulassungsstelle. Viele Versicherer informieren den Kunden darüber per E-Mail oder oft im Anschreiben zum Versicherungsschein. Dieser muss bei der Zulassungsstelle nicht mehr erscheinen. Zur Zulassungsstelle müssen Sie aber, wenn Sie ein Auto neu auf sich anmelden. Dann nennen Sie dort Ihren siebenstelligen Kode aus der Versicherungsbestätigung.
  • Widerruf. Alle Kunden (Verbraucher, Gewerbetreibende, Freiberufler) können einen abgeschlossenen Vertrag zwei Wochen lang widerrufen. Das Widerrufsrecht gilt bei Verträgen übers Internet genauso wie bei Abschlüssen via Telefon oder Post.
  • Frist. Die 14-tägige Frist beginnt erst zu laufen, wenn Sie alle vorvertraglichen Informationen (siehe „Bedingungen“) und den Versicherungsschein, die Police, erhalten haben. Fehlt ein Formular, können Sie ewig widerrufen. Fällt der letzte Tag der Frist auf einen Samstag, Sonn- oder Feiertag, endet die Frist erst am nächsten Werktag.
  • Form. Sie können per Post, Fax oder E-Mail widerrufen und müssen keinen Grund angeben. Wenn Sie per E-Mail widerrufen, sollten Sie den Versicherer um eine Bestätigung über den Eingang bitten. Sollte es zum Streit über den Widerruf kommen, können Sie damit beweisen, dass der Versicherer den Widerruf tatsächlich bekommen hat. Falls Sie auf letzten Drücker absagen, verschicken Sie Ihren Widerruf am besten per Einschreiben.
  • E-Mail-Ordner. Wenn Sie online eine Versicherung abschließen, sollten Sie auch im Ordner für Werbemails („Spam-Ordner“) nachsehen, ob dort Nachrichten des Versicherers eingegangen sind. Haken Sie nach, wenn Sie keine Bestätigung für den Vertrag oder den Widerruf erhalten haben.

Dieser Artikel ist hilfreich. 610 Nutzer finden das hilfreich.