Olivenöl im Test Test

Vor einem Jahr haben wir 26 oft hoch­preisige Olivenöle der Güteklasse „nativ extra“ getestet, die laut Deklaration aus einem bestimmten Land kamen. Jedes zweite Öl fiel durch. Nun haben wir uns Oliven­ölmischungen aus dem Supermarkt und vom Discounter vorgenommen. Von 24 Oliven­ölen – darunter bekannte Anbieter wie Bertolli und Carapelli sowie Eigenmarken von Aldi, Lidl & Co – schneidet keins gut ab, 10 sind mangelhaft. Hier finden Sie die Test­ergeb­nisse für alle 50 untersuchten Olivenöle.

Kompletten Artikel freischalten

TestOlivenöl im Test30.01.2017
Sie erhalten den kompletten Artikel mit Testtabelle.

10 Produkte sind nicht extraklasse

Wer im Supermarkt vor dem Speise­ölregal steht, findet fast ausschließ­lich Olivenöl der höchsten Güteklasse. Sie heißt „nativ extra“ – oder „extra vergine“, wie die Italiener sagen. Auch im aktuellen Test sind nur native Olivenöle extra vertreten. An Öle dieser Kategorie stellt die EU-Oliven­ölver­ordnung viele Ansprüche Olivenölverordnung – die Güteklassen. Sie müssen unter anderem sensorisch fehler­frei sein. Zehn Öle im Test schme­cken aber ranzig, stichig oder alt. Das Urteil lautet daher mangelhaft. Sie dürften nicht als „nativ extra“ verkauft werden – neun allenfalls eine Güteklasse tiefer – als „nativ“. Ein Öl im Test ist nicht nur sensorisch fehler­haft, sondern auch verfälscht, weil es raffiniertes Olivenöl enthält.

Selbst die Besten im Test sind nur Durch­schnitt

Olivenöl ist nicht gleich Olivenöl. Die geschmack­liche Vielfalt ist groß. Ausdrucks­starke Olivenöle riechen und schme­cken intensiv fruchtig, deutlich bitter und scharf. Sie sind besonders ausgewogen – also ein Geschmack­serlebnis. Intensive und vielseitige Noten nach Blüten, frisch­geschnittenem Gras, Arti­schocke oder Tomatenblättern zeichnen sie aus. Die meisten Öle im aktuellen Test sind dagegen keine kulinarische Offen­barung, sondern durch­schnitt­liche Massenware: Sie sind mittel­fruchtig, nur leicht scharf, wenig bitter. Individuelle Noten sind kaum ausgeprägt.

Das bietet Ihnen der Testbe­richt

Test­ergeb­nisse für 50 Olivenöle. Wenn Sie den Test frei­schalten, erhalten Sie neben dem aktuellen Test von Ölen aus dem Supermarkt und von Discountern (24 Olivenöle) auch die Ergeb­nisse des Vorgängertests aus test 2/2016 (26 Olivenöle).

Tabellen und PDF. Sie erhalten Zugriff auf zwei inter­aktive Tabellen und die PDFs zu den Print-Veröffent­lichungen aus test 2/2017 und 2/2016.

Interview. Der erfahrene Olivenöl-Tester Dieter Oberg, erklärt, wie eine Olivenöl-Verkostung vor sich geht und warum Olivenöl so vielfältig ist wie Wein.

Grafik. Sie zeigt für Raps-, Sonnenblumen- und Olivenöl, welche Fett­säuren sich in den verschiedenen Speise­ölen finden. Die test-Experten erklären, welche Vorteile die einzelnen Öl-Sorten bieten und warum Olivenöl gesund ist.

Video: Olivenöl im Test

Olivenöle vom Discounter liegen vorn

Erfreulich: Die drei besten Öle der aktuellen Test­auswahl stammen von Discountern und kosten somit nur rund 5 bis 6 Euro pro Liter. Sie sind befriedigend. Natives Olivenöl extra muss also nicht teuer sein. Für kleines Geld darf aber niemand sensorische Spitzenqualität erwarten. Unter den mangelhaften Produkten sind auch etliche Discounter-Produkte.

Viele Öle sind mit Mineral­ölen belastet, eins mit Weichmacher DEHP

Das größte Schad­stoff­problem sind Mineralöle. Alle Olivenöle im jüngsten Test enthalten gesättigte Mineralöl-Kohlen­wasser­stoffe, Mosh genannt. Sie können sich im Körper anreichern. Fast jedes zweite Öl ist deutlich damit belastet. Ein Öl ist zudem hoch mit Moah belastet. Die aromatischen Mineralöl-Kohlen­wasser­stoffe (Moah) gelten als potenziell krebs­er­regend. Ein anderes Öl fällt durch den Weichmacher DEHP negativ auf. DEHP kann die Fort­pflan­zungs­fähig­keit beein­trächtigen. Eine akute gesundheitliche Gefahr geht von keinem der geprüften Produkte aus – auch nicht für jene Menschen, die ausschließ­lich Olivenöl in der Küche verwenden. Allerdings nimmt der Mensch Mineralöle und Weichmacher auch aus anderen Quellen als Olivenöl auf. Mit Pflanzen­schutz­mitteln und poly­zyklischen aromatischen Kohlen­wasser­stoffen (PAK) ist kein Olivenöl nennens­wert belastet.

Nutzer­kommentare, die vor dem 25. Januar 2017 gepostet wurden, beziehen sich auf die Unter­suchung aus test 2/2016.

Jetzt freischalten

TestOlivenöl im Test30.01.2017
3,00 €
Sie erhalten den kompletten Artikel mit Testtabelle.

Wie möchten Sie bezahlen?

  • Unser Tipp
    test.de-Flatrate

    Freier Zugriff auf alle Testergebnisse und Online-Artikel für 7 € pro Monat oder 50 € im Jahr. Abonnenten von test oder Finanztest zahlen die Hälfte.

    Flatrate neu erwerben

  • Diesen Artikel per Kreditkarte kaufen
  • Diesen Artikel per PayPal kaufen
  • Diesen Artikel per Handy kaufen
  • Gutschein einlösen
Preise inkl. MwSt.
  • kauft alle Testprodukte anonym im Handel ein,
  • nimmt Dienstleistungen verdeckt in Anspruch,
  • lässt mit wissenschaftlichen Methoden in unabhängigen Instituten testen,
  • ist vollständig anzeigenfrei,
  • erhält nur rund 9 Prozent ihrer Erträge als öffentlichen Zuschuss.

Dieser Artikel ist hilfreich. 838 Nutzer finden das hilfreich.