Oliven Meldung

Wer in diesem Jahr seinen Urlaub in einem Mittel­meer­land verbracht hat, wird mit ordentlich Appetit auf Oliven heimgekehrt sein. test.de erklärt, was aus den Früchten der Olivenbäume wird, welche Oliven am gesündesten sind und was die grünen von den schwarzen Oliven unterscheidet.

Die meisten Oliven werden zu Öl

Spanien, Italien, Griechen­land – dort, wo viele Bundes­bürger Urlaub machen, wachsen die meisten Oliven. 90 Prozent der Früchte landen in der Ölpresse und werden zu Öl, das die Stiftung Warentest immer wieder testet. 10 Prozent der Oliven kommen einge­legt auf den Tisch. Am Mittel­meer isst man die Oliven pur, zu Salat, Nudeln, Fleisch und Fisch. Auch in Deutsch­land haben sich die runden Leckerbissen mit Urlaubs­aroma längst einge­bürgert – von grün bis schwarz.

Grüne Oliven werden unreif gepflückt

Sie werden unreif gepflückt. Ihr Fleisch ist fest, das Aroma frisch, ein wenig bitter und scharf. Grüne Oliven enthalten mehr Wasser und magenfreundliche Bitter­stoffe als schwarze, weniger Fett und Kalorien. 8 mittel­große grüne (25 Gramm) liefern etwa 35 Kilokalorien.

Dunkle Oliven mit mehr Fett

Rotbraun, violett oder grau­schwarz – dunkle Oliven werden einige Monate später geerntet als grüne. Sie sind reifer, weicher, schme­cken milder und voll­mundiger. Sie enthalten mehr Fett und somit mehr Kalorien als grüne. 8 schwarze haben gut 70 Kilokalorien.

Künst­lich geschwärzte Oliven

Es ist erlaubt, grüne Oliven pech­schwarz zu färben. Das geschieht mithilfe der Zusatz­stoffe Eisen-II-Gluconat (E 579) aus Glukose oder Eisen-II-Laktat (E 585) aus Milchsäure. Sie gelten als gesundheitlich unbe­denk­lich, müssen aber auf dem Etikett stehen. Verbraucher können künst­lich gefärbte Oliven am hellen Stein enttarnen. Schwarze Oliven aus der Natur haben nämlich einen dunklen Stein.

Ohne Salz geht es nicht

Direkt vom Baum sind Oliven ungenieß­bar bitter. Ein Salzbad, meist Natron­lauge, ändert das. Viele Oliven werden noch mit Milchsäurebakterien milchsauer vergoren, so wie Sauerkraut. Einge­legt in Salzlake oder Essig-Öl-Marinade halten sie sich dann wochen­lang.

Oliven – als Snack genossen gesund

Oliven bieten viel gesunde Öl- und Folsäure. Herstellungs­bedingt enthalten sie üppig Salz und eignen sich daher eher als Snack. In 8 mittel­großen Oliven stecken etwa 0,5 Gramm Salz – ein Zwölftel der vertret­baren Tages­ration von 6 Gramm.

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