Eine Auto­fahrerin, die nach einer Kollision rechts ranfährt und anhält, muss sich kein Mitverschulden anrechnen lassen, wenn ein Lastwagen ungebremst auf ihr Auto auffährt. Die Haft­pflicht­versicherung des Lastwagenfahrers muss für den Schaden und die Verletzungen der Frau voll zahlen, obwohl sie kein Warn­dreieck aufgestellt hatte, urteilte das Ober­landes­gericht Hamm (Az. 9 U 216/13).

Das abge­stellte Fahr­zeug sei schon aus 200 Metern Entfernung gut sicht­bar gewesen, stellten Gutachter fest. Es sei also nicht erforderlich gewesen, die Unfall­stelle besonders abzu­sichern, so die Richter. Außerdem sei der Lastwagenfahrer zu schnell gefahren, obwohl er nach eigenen Angaben von der Sonne geblendet war.

Tipp: Nutzen Sie immer das Warn­dreieck. Es erhöht die Wahr­scheinlich­keit, dass Sie gesehen werden.

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