Offene Steuerfragen Lieber etwas mehr angeben

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Steuerzahler können davon profitieren, dass etliche Punkte in allen Steuer­bescheiden bis zur Klärung durch die Richter offen bleiben müssen (Gz. IV A 3-S 0338/07/10010). In ihrer Steuererklärung sollten sie auf jeden Fall Ausgaben für Medikamente und Arzt­besuche im Mantelbogen angeben, ebenso in Anlage Vorsorgeaufwand alle steuerlich anerkannten Versicherungs­beiträge sowie Werbungs­kosten für die Ausbildung.

Was Richter noch klären müssen

  • Krankheit und Pflege. Müssen Kosten ab dem ersten Cent zählen? Ob die aktuelle „zumut­bare Eigenbelastung“ rechtens ist, muss das Bundes­verfassungs­gericht entscheiden (Az. 2 BvR 180/16).
  • Versicherungen. Dürfen viele Versicherungs­beiträge wie die für Haft­pflicht- und Unfall­policen unter den Tisch fallen? Das müssen die Verfassungs­richter klären (Az. 2 BvR 2445/15).
  • Studium. Sind Kosten wie Studien­gebühren für eine Erst­ausbildung vorweggenom­mene Werbungs­kosten für den späteren Job (BVerfG, Az. 2 BvL 23/14)?
  • Kinder. Müssen Eltern rück­wirkend für 2014 höhere Kinder­frei­beträge erhalten? Der Gesetz­geber hatte die nötige Anpassung an das Existenz­minimum ausgesetzt. Auf Antrag muss das Finanz­amt schon jetzt einen um 72 Euro höheren Frei­betrag vorläufig berück­sichtigen.
  • Rente. Geklärt ist, dass die neue Renten­besteuerung seit 2005 rechtens ist. Die Beschwerde hat das Bundes­verfassungs­gericht nicht angenommen.

Tipp: Entscheiden später die Richter zugunsten aller, muss das Finanz­amt die Kosten rück­wirkend anerkennen.

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