Offene Immobilienfonds Substanz­ausschüttungen bleiben steuerfrei

Offene Immobilienfonds - Substanz­ausschüttungen bleiben steuerfrei
Der Gebäude­komplex an der Via Laurentia in Rom ist noch im Bestand des SEB Immoinvest. © Savills / Barbara Burg + Oliver Schuh

Besitzer von offenen Immobilienfonds in Abwick­lung – die bekann­testen sind der CS Euro­real und der SEB Immoinvest – erhalten in unregelmäßigen Abständen sogenannte Substanz­ausschüttungen. Die Fonds­gesell­schaften verteilen dabei den Erlös aus dem Verkauf der verbliebenen Immobilien an die Fonds­anleger. Viele von ihnen haben erhebliche Verluste erlitten, die Ausschüttungen sind kein voll­ständiger Ersatz.

Depot­banken ziehen dennoch Steuern ab

Dennoch ziehen die Depot­banken seit Anfang des Jahres von den Ausschüttungen Kapital­ertrags­steuer, Solidaritäts­zuschlag und gegebenenfalls Kirchen­steuer ab. Anleger bekommen das Geld aber spätestens mit ihrer Steuererklärung zurück (mehr Informationen über Immobilienfonds in Abwick­lung im Special Immobilienfonds).

Sonder­regelung im Investment­steuergesetz

Im neuen Investment­steuergesetz, das seit 2018 in Kraft ist, gibt es für Immobilienfonds in Abwick­lung eine Sonder­regelung. Substanz­ausschüttungen bleiben demnach für eine Frist von fünf Jahren nach Beginn der Abwick­lung steuerfrei. Im Falle des SEB Immoinvest läuft die Frist zum Beispiel bis zum 31. Dezember 2022.

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