Neue Regeln: Rück­gabe soll weiter einge­schränkt werden

Für offene Immobilienfonds gelten seit diesem Jahr neue Regeln:

  • Anleger können pro Kalender­halb­jahr nur noch Anteile im Wert von bis zu 30 000 Euro ohne Weiteres zurück­geben. Das ist täglich möglich.
  • Anleger, die Anteile über dem Frei­betrag von 30 000 Euro zurück­geben wollen, müssen zwölf Monate vorher kündigen. Haben sie ihre Fonds­anteile erst in diesem Jahr gekauft, müssen sie die Anteile über dem Frei­betrag außerdem für mindestens zwei Jahre im Depot gehabt haben, ehe sie verkaufen dürfen.

Neues Gesetz geplant

Die Bundes­regierung will offene Immobilienfonds noch stärker regulieren. In Kraft treten soll das Gesetz voraus­sicht­lich am 21. Juli 2013.

Die Fonds­gesell­schaften sollen nur noch an einem bestimmten Tag im Jahr Anteile zurück­nehmen dürfen. Anleger, die ihre Anteile verkaufen wollen, müssen zwölf Monate vorher kündigen. Verkaufen können sie nur, wenn sie die Fonds mindestens zwei Jahre lang hatten. Es soll keinen Frei­betrag mehr geben.

Die Vorschrift soll für alle ab dem 21. Juli 2013 neu gekauften Fonds­anteile greifen, und zwar unabhängig davon, wie viel Geld ein Anleger investiert hat. Für Anteile, die schon zuvor im Depot lagen, sollen weiter die alten Regeln gelten.

Künftig sollen Fonds­gesell­schaften zudem nur noch höchs­tens vier Mal im Jahr Fonds­anteile ausgeben dürfen.

Noch steht nichts fest

Die Beratungen des Finanz­ausschusses im Bundes­tag waren bei Redak­tions­schluss Anfang April noch nicht abge­schlossen. Es kann sein, dass es noch zu Änderungen kommt. Der Bundes­verband der Verbraucherzentralen schlägt beispiels­weise einen Frei­betrag von 5 000 Euro pro Halb­jahr oder 10 000 Euro pro Jahr vor.

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