Tipps

Sie können die offenen Immobilienfonds nach unterschiedlichen Kriterien auswählen, die im Folgenden aufgelistet sind:

  • Wertentwicklung. Wer schon Fonds bei einer bestimmten Fondsgesellschaft hat, kann sich im Testkompass einen guten Immobilienfonds aussuchen und Depotgebühren sparen.
  • Ausland. Im Ausland gab es in der Vergangenheit höhere Renditen. Über die Risiken gehen die Meinungen auseinander. In London oder den USA war schon des Öfteren von einer Immobilienblase die Rede. Gegen das Währungsrisiko haben sich die Fonds dagegen weitgehend abgesichert.
  • Investitionsgrad. Der Anteil der Immobilien am Gesamtbestand zeigt den Investitionsgrad. Je niedriger der Immobilienanteil, desto stärker ist die Abhängigkeit von der Zinsentwicklung und desto geringer ist der Inflationsschutz. Ist Ihnen dieser wichtig, sollten Sie nur Fonds mit hohem Investitionsgrad auswählen. Interessieren Sie sich dagegen für einen Fonds mit hoher Liquidität, informieren Sie sich, ob das Geld bereits für Immobilienkäufe reserviert ist.
  • Restlaufzeit. Achten Sie auf die Restlaufzeit der Mietverträge. Auslaufende Mietverträge müssen neu verhandelt werden. Je höher der Anteil langfristig laufender Mietverträge, desto besser ist dies für den Immobilienfonds.

Hinweis: Eine Fondsauswahl nach den Kriterien Ausland, Restlaufzeit und Investitionsgrad finden Sie entweder in Finanztest 3/2003 oder online komplett und interaktiv.

Offene Immobilienfonds im Kurzporträt:

  • Anlage. Offene Immobilienfonds investieren in gewerblich genutzte Gebäude und Grundstücke und in Zinspapiere.
  • Eignung. Sie sind besonders für Anleger geeignet, die einen Teil ihres Vermögens inflationsgeschützt und sicher anlegen wollen. Offene Immobilienfonds empfehlen sich dann vor allem als langfristige Einmalanlage. Sparpläne lohnen sich wegen der hohen Ausgabeaufschläge dagegen kaum.
  • Chancen. Die Renditen sind sicher und stabil. Sie lagen in der Vergangenheit zwischen 3 und 6 Prozent pro Jahr. ­Verluste auf Jahressicht gab es bislang keine. Die Erträge stammen aus Miet­einnahmen sowie Kursgewinnen aus Immobilienbewertungen und aus Zinseinkünften. Nach bisheriger Gesetzgebung sind die Erträge teilweise ­steuerfrei.
  • Risiken. Hohe Ausgabeaufschläge schmälern die Rendite. Möglicherweise ändert sich die Besteuerung der Fonds. Dann könnte die Nachsteuerrendite sinken.

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