Offene Immobilienfonds Meldung

Immobilienfonds bieten Anlegern vor allem eines: Stabile Renditen. Und das trotz Schwankungen auf dem Immobilienmarkt. Bislang haben die Fonds noch kein einziges Geschäftsjahr mit Verlusten abgeschlossen. Die Wertentwicklung der besten Immobilienfonds lag in den vergangenen fünf Jahren bei mehr als fünf Prozent. Finanztest zeigt 13 offene Immobilienfonds im Renditevergleich und erklärt das Prinzip dieser Fonds.

Stabile Qualität

Offene Immobilienfonds zeigten in der Vergangenheit eine stabile Entwicklung. Im Gegensatz zu Aktien- oder Rentenfonds liegen die Renditen dichter zusammen. Beispiel: Die drei besten Fonds des Tests erwirtschafteten in der Zehnjahresbetrachtung Renditen zwischen 5,6 und 6,1 Prozent jährlich. Doch selbst die Schlusslichter erzielten im selben Vergleichszeitraum noch eine Wertentwicklung von 4,2 und 4,9 Prozent.

Gewerbliche Grundstücke

Den größten Teil der Anlegergelder investieren die Fondsmanager in gewerblich genutze Immobilien - vor allem Bürogebäude. Gesetzlich vorgeschrieben ist ein Immobilienanteil von mindestens 51 Prozent. Je größer das Fondsvolumen, desto höher ist meist auch die Anzahl der Grundstücke und Gebäude. Wenn Fondsmanager mehr Geld als das Fondsvermögen anlegen, sind die Investitionen zum Teil kreditfinanziert.

Renditekiller Zinspapiere

Einen kleinen Teil der Anlegergelder müssen die Fondsmanager aber in Zinspapieren anlegen. Grund: Bei offenen Immobilienfonds können Anleger täglich über ihre Anteile verfügen. Die Fondsanteile müssen auf Wunsch sofort zurückgezahlt werden. Zudem parken Fondsmanager in Zinspapieren auch Geld, dass sie für den Kauf von weiteren Immobilien benötigen. Risiko der Zinspapiere: Sie beeinflussen die Rendite der Immobilienfonds. Je niedriger die Zinsen, desto geringer die Zinseinkünfte des entsprechenden Fonds und damit seine Rendite. Zudem birgt dieser Teil der Fondsanlage ein Inflationsrisiko.

Mögliche Immobilienblase

Derzeit sind die Zinsen besonders niedrig, und daran dürfte sich so schnell auch nichts ändern. Für Anleger ist es daher wichtig, dass jüngst in Immobilienfonds geflossene Gelder schnell investiert werden. Und diese flossen in 2002 reichlich: 14,9 Milliarden Euro investierten Anleger - fast doppelt so viel wie im bisherigen Rekordjahr 1999. Doch trotz der gestiegenen Nachfrage rechnet der Bundesverband Investment und Asset Management (BVI) nicht mit einer so genannten Immobilienblase. Grund: Die nötigen Investitionen sind nicht auf Deutschland oder Europa beschränkt, sondern können weltweit getätigt werden. Dadurch sei nicht mit einem übertriebenen Preisanstieg zu rechnen.

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