Steuerturbo Immobilienfonds

Auf gute Renditen können Anleger mit offenen Immobilienfonds kommen, wenn sie ihr steuerfreies Limit von 3.100 / 6.200 Mark (Alleinstehende / Ehepaare) im Jahr bereits durch andere Kapitaleinnahmen ausgeschöpft haben.

Der steuerfreie Teil der Fondserträge verschafft der Anlage einen Renditevorteil. Je höher die Grenzsteuerbelastung des Anlegers, desto günstiger sind offene Immobilienfonds im Vergleich zu Festgeldern mit voll steuerpflichtigen Zinsen.

Vergleichsmaßstab ist die Rendite vor der Abrechnung mit dem Finanzamt ­ im Bankendeutsch Brutto- oder Vorsteuerrendite genannt. Die Grafik zeigt, wie hoch die Vorsteuerrendite von Festgeldern mit voll steuerpflichtigen Zinsen sein muss, wenn die Fondsrendite vor Steuern 4,0 Prozent, 5,0 Prozent oder 6,0 Prozent beträgt. Im Beispiel sind 45 Prozent vom Fondsertrag steuerfrei und die Grenzsteuerbelastung des Anlegers beträgt 2001 inklusive Solidaritätszuschlag für die letzten 1.000 Mark seines zu versteuernden Einkommens entweder 30 Prozent, 40 Prozent oder 50 Prozent.

30 Prozent Grenzsteuersatz haben Alleinstehende / Ehepaare mit zu versteuernden Einkommen von rund 37.200 Mark / 74.800 Mark. 40 Prozent Grenzsteuersatz haben Alleinstehende / Ehepaare mit zu versteuernden Einkommen von rund 70.500 Mark / 142.800 Mark. 50 Prozent Grenzsteuersatz haben Alleinstehende / Ehepaare mit zu versteuernden Einkommen ab rund 104.000 Mark / 205.500 Mark.

Beispiel: Ein offener Immobilienfonds erwirtschaftet vor Steuern 5,0 Prozent Jahresrendite. Davon sind 45 Prozent steuerfreie Erträge. Festgelder müssen Anlegern mit 30 Prozent Grenzsteuerbelastung mindestens 6,0 Prozent Zinsen im Jahr bringen, damit sie nach Steuern mit dem offenen Immobilienfonds mithalten können. Je höher der Steuersatz, umso mehr Zinsen müssen es sein.

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