Offene Immobilienfonds Meldung

Die Grafik zeigt das Nettomittelaufkommen (hier werden Zuflüsse und Abflüsse in Fonds verrechnet) für vier Fondsgruppen. Deutlich wird, dass bei einem Mittelabfluss der Aktienfonds in unsicheren Börsenzeiten Fonds mit weniger Risiko wie Geldmarkfonds oder offene Immobilienfonds zulegen.

Immer mehr Anleger meiden Aktienfonds und ­investieren stattdessen in Fonds, deren Wert­entwicklung weniger schwankt. Diese Entwicklung bescherte den offenen Immobilienfonds in den ersten sechs Monaten diesen Jahres einen Absatzrekord: 10,1 Milliarden Euro haben sie ein­gesammelt. Offene Immobilienfonds investieren das Geld der Anleger überwiegend in Gewerbe- und Wohnimmobilien.

Mit diesem Ergebnis liegen offene Immobilienfonds beim Nettomittelaufkommen – dafür werden Zuflüsse und Abflüsse in Fonds verrechnet – erstmals vorne. Verglichen mit den Zahlen vom ersten Quartal 2001 ist das ein sehr starker Zuwachs: Damals waren es laut Statistik des Bundesverbandes Deutscher Investment- und Vermögensverwaltungsgesellschaften (BVI) lediglich 2,5 Milliarden Euro.

Erstmals in den vergangenen fünf Jahren waren die Immobilienfonds gefragter als Aktienfonds, die in den ersten sechs Monaten 2002 schlecht abschnitten. Zwar sind ihnen immerhin noch 3,2 Milliarden Euro zugeflossen. Doch im vergangenen Jahr waren es 6,7 Milliarden Euro, im Boomjahr 2000 sogar 37,8 Milliarden Euro. Die Grafik zeigt, wie sich die Anleger von Aktienfonds ab- und den Geldmarktfonds und offenen Immobilienfonds zugewandt haben.

Die stabile Wertentwicklung der Immobilienfonds lockt sicherheitsorientierte Anleger. In den vergangenen fünf Jahren lag ihre jährliche Wert­entwicklung zwischen 4 bis 5,5 Prozent.

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