Unser Rat

Geeignet. Offene Immobilienfonds sind keine Alternative zu sicheren Zinsanlagen. Wegen ihrer Konzentration auf eine Branche eignen sie sich höchstens als 10-prozentige Beimischung fürs Depot.

Unbedenklich. Anleger der meisten Fonds können abwarten. Nach aktueller Lage sind sie in Ordnung. Das gilt auch für vorübergehend geschlossene Fonds wie den CS Euroreal und den SEB Immoinvest. Eine Garantie für die Zukunft ist das aber nicht. Details stehen in unserem Test „Offene Immobilienfonds“ aus Finanztest 11/10.

Kritisch. Die Fonds DEGI International und DEGI Europa sind in unserer Bewertung ( Test „Offene Immobilienfonds“ Finanztest 11/10) so weit abgeschlagen, dass ein Verkauf zu überlegen ist. Der HansaImmobilia ist besser bewertet. Der hohe Leerstand und die vielen Mietverträge, die 2012 enden, sind aber bedenklich.

Börsenverkauf. Fondsbesitzer, die ihre Anteile loswerden wollen, können sie über die Börse verkaufen. Dazu erteilen sie ihrer Bank einen Auftrag. Die höchsten Umsätze gibt es an der Börse Hamburg. Da sie mit Verlusten rechnen müssen, sollten sie den Verkaufsauftrag mit einem Limitkurs versehen, den sie nicht unterschreiten wollen.

Börsenkauf. Anleger können jetzt in Immobilienfonds wie den SEB Immoinvest oder den CS Euroreal mit hohem Rabatt einsteigen. Sie sollten sich aber bewusst sein, dass die Fonds vielleicht in Zukunft ihre Immobilen abwerten müssen und sie dann Geld verlieren.

Übernahmeangebote. Besitzer offener Immobilienfonds sind ein beliebtes Ziel zwielichtiger Übernahmeangebote. Oft wird der Tausch in nicht börsennotierte Wertpapiere angeboten. Er ist nicht sinnvoll, wenn sich der Wert des Tauschobjekts nicht beurteilen lässt. Bei Barabfindung hilft ein Vergleich mit dem aktuellen Börsenkurs.

Beschwerde. Wenn Sie sich beim Fondskauf von Ihrem Bankberater falsch beraten fühlen, sollten Sie sich zunächst beim zuständigen Ombudsmann beschweren. Das ist kostenlos und hat keine Folgen für eine mögliche spätere Klage. Die Anschriften: Ombudsmann der privaten Banken: BdB, Postfach 04 03 07, 10062 Berlin. Für Sparkassenkunden: Deutscher Sparkassen- und Giroverband, Kundenbeschwerdestelle, Charlottenstraße 47, 10117 Berlin. Für Kunden von Volksbanken: Kundenbeschwerdestelle beim Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken, Schellingstraße 4, 10785 Berlin.

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