Mit dem Axa Immoselect und dem Degi International werden zwei weitere offene Immobilienfonds aufgelöst. Jetzt sind bereits sechs Fonds dieser Art in Abwicklung. Alle hatten das Problem, dass ihr Geld in Immobilien gebunden war und ihre Barbestände nicht ausreichten, um alle Anleger auszuzahlen, die ihre Anteile verkaufen wollten.

Viele Jahre galten offene Immobilienfonds als sehr solide Geldanlage und wurden als Alternative zu sicheren Rentenpapieren verkauft. Im Zuge der Finanzkrise wurden die Fonds aber zum Teil von Großanlegern als Geldparkplatz missbraucht. Als sie ihr Geld abzogen, war die langjährige Stabilität dahin.

Eingefroren sind zurzeit noch vier Fonds, darunter die bei Anlegern beliebten und als solide geltenden Fonds SEB Immoinvest und CS Euroreal. Die Fondsgesellschaften dürfen die Rücknahme von Fondsanteilen für bis zu zwei Jahre aussetzen. Sie wollen damit das Ausbluten ihrer Fonds verhindern.

Die Entscheidung über die Zukunft des SEB Immoinvest und CS Euroreal muss bis zum Mai 2012 fallen. Die Verantwortlichen streben an, beide Fonds noch im alten Jahr zu öffnen.

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