Offene Immobilienfonds Meldung

Am Pots­damer Platz in Berlin hat der SEB ImmoInvest eine große Beteiligung.

Inhaber von Anteilen an offenen Immobilienfonds fragen sich zurzeit, ob sie ihre Anteile jetzt mit Verlust verkaufen sollten – oder ob sich ein Abwarten lohnen könnte. test.de ordnet die beiden Alternativen ein.

Offene Immobilienfonds am Scheideweg

Eine eindeutige Antwort auf die Frage „Mit Verlust verkaufen oder warten?“ gibt es leider nicht. Anleger müssen das Für und wider abwägen – und dafür die Fakten kennen. Drei offene Immobilienfonds – CS Euro­real, KanAm grund­invest und SEB ImmoInvest – nehmen zurzeit keine Anteile zurück. Im Mai müssen die Fonds, die zusammen 16 Milliarden Euro verwalten, wieder geöffnet sein – andernfalls werden sie abge­wickelt.

Was gegen den Verkauf spricht

Was gegen einen einen sofortigen Verkauf problematischer Fonds­anteile spricht: Der Abschlag für den Fonds SEB ImmoInvest und für die anderen beiden derzeit geschlossenen Fonds CS Euro­real und KanAm grund­invest an der Börse beträgt derzeit rund 30 Prozent. Völlig offen ist, ob die Immobilien aus den Fonds ebenfalls so weit unter Preis verkauft werden müssten, wenn die Fonds tatsäch­lich aufgelöst werden sollten. Mit einem Total­verlust ihres Geldes müssen Anleger nicht rechnen – zumal zumindest die Fonds SEB Immo Invest und CS Euro­real ein Fünftel und ein Viertel ihres Fonds­vermögens flüssig halten.

Was für einen Verkauf spricht

Für einen sofortigen Verkauf spricht, dass Anleger Teile Ihres Geldes dann wieder flüssig hätten und anders anlegen könnten – auch wenn Sie beim Verkauf erst einmal einen Verlust einfahren. Anlegern, die den SEB ImmoInvest mehr als nur als Beimischung im Depot haben, empfehlen die Experten von Finanztest, ihre Bestände nach und nach abzu­bauen.

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