Fonds in Auflösung

Neun Milliarden Euro liegen in den drei größten Immobilienfonds, die derzeit abge­wickelt werden. 3,5 Milliarden Euro sind es im SEB Immoinvest, 3,2 Milliarden im CS Euro­real und 2,5 Milliarden im KanAm Grund­invest. Für SEB und CS läuft die Auflösungs­frist am 30. April 2017 ab, KanAm Grund will vier Monate früher fertig sein.

  • SEB Immoinvest (DE 000 980 230 6) hat seit Beschluss der Auflösung im Mai 2012 rund 2,3 Milliarden Euro ausgeschüttet (Stand 31. Mai 2015). 51 Immobilien sind verkauft, 102 noch im Bestand. Auf Drei­jahres­sicht hat der Fonds ein Minus von 1,7 Prozent pro Jahr erzielt.
  • Der CS Euro­real (DE 000 980 500 2) hat bisher 2,2 Milliarden Euro ausgeschüttet. Seit Mai 2012 hat Crédit Suisse 46 Immobilien verkauft, 52 sind noch im Bestand. Das Immobilien­vermögen ist von 5,6 auf 2,5 Milliarden Euro gesunken. Die Drei­jahres­rendite beträgt minus 3,2 Prozent pro Jahr.
  • Der Fonds KanAm Grund­invest (DE 000 679 180 9) hat 888 Millionen Euro ausgezahlt. Seit Dezember 2011, zwei Monate vor Ankündigung der Auflösung, hat KanAm 31 Immobilien veräußert, 21 sind per Ende Mai noch im Bestand. Das Immobilien­vermögen sank von 6,4 auf 2,4 Milliarden Euro. In drei Jahren steht ein Minus von 5,1 Prozent pro Jahr zu Buche.

Nicht verwechseln: Wenn sich bei den Fonds, die abge­wickelt werden, der Anteils­preis reduziert, dann ist das nicht gleich­zusetzen mit einem Verlust, weil Anleger dabei laufend auch Teile ihrer Einlagen zurück­bekommen. Diese sogenannten Substanz­auskehrungen sind übrigens steuerfrei.

Tipp: Ihre Anteile an den Fonds in Auflösung können Sie über die Börse verkaufen. Sie müssen dort aber mit Abschlägen von bis zu rund 20 Prozent rechnen. Wenn Sie Ihr Geld nicht dringend brauchen, sollten Sie daher warten, bis Ihr Fonds abge­wickelt ist.

Dieser Artikel ist hilfreich. 48 Nutzer finden das hilfreich.