Offene Immobilienfonds Meldung

2004 war kein gutes Jahr für offene Immobilienfonds. Manche schafften kaum mehr als eine schwarze Null. Ein Grund dafür ist die schlechte Konjunktur in Deutschland, die den Wert von Büroimmobilien in Mitleidenschaft zieht.

Nach einer Studie des Bundesverbandes Investment und Asset Management (BVI) haben die Fonds deutsche Immobilien um insgesamt 1,1 Milliarden Euro abgewertet. Das entspricht 3 Prozent des Objektbestandes. Gleichzeitig werteten die Fonds aber auch einen Teil ihrer Immobilien auf. Unterm Strich betrugen die Abwertungen daher nur 2,4 Prozent.

2002 und 2003 hatten die Fonds ihre Bestände per Saldo um 0,5 beziehungsweise 1,6 Prozent abgewertet.

Fondsexperte Stefan Loipfinger hält das für zu wenig und fürchtet: „Verschleppte Ab­wertungen gehen auf Kosten künftiger Anleger“. Im „fondstelegramm.de“ schreibt er: „2004 hat der Markt für Büroimmobilien 4,1 Prozent verloren, im Jahr davor 6 Prozent und 4,9 Prozent 2002“. Der BVI hingegen hält die Abwertung für marktgerecht, da Immobilienfonds längerfristig agierten.

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