Tipps

  • Mischung fürs Depot. Offene Immobilienfonds sind ein Brancheninvestment und als solches nur zur Beimischung geeignet. Legen Sie nie Ihr ganzes Vermögen darin an. Betrachten Sie die Fonds nicht als ein sichere Basisanlage. Ihre Renditen lagen in den vergangenen Jahren meist zwischen 3 und 5 Prozent pro Jahr. Die zwischenzeitlichen Verluste der meisten Fonds lagen unter 2 Prozent, es gibt aber Ausreißer. Für Fonds, die zurzeit geschlossen sind, betragen die Abschläge bis zu 40 Prozent.
  • Fonds zur Auswahl. Achten Sie bei der Auswahl Ihres Fonds auf eine hohe Finanztest-Bewertungszahl. Am besten schneidet derzeit der grundbesitz europa der Deutschen Bank ab. Weitere Hinweise auf eine gute Qualität geben eine geringe Leerstandsquote – hier schneidet der zweitplatzierte Deka-ImmobilienGlobal gut ab – und möglichst gleichmäßig nacheinander endende Mietverträge, wie sie der Dritte unseres Tests, der hausInvest Europa, aufweist. Meiden Sie Fonds, die in im Test schlecht abschneiden. Sie werden aller Wahrscheinlichkeit nach schlecht bleiben oder sogar vom Markt verschwinden.
  • Kauf trotz Schließung. Sie können auch Fonds kaufen, die zurzeit keine Anteile zurücknehmen. Achten Sie hier besonders auf die Qualität. Infrage kommen etwa der SEB ImmoInvest und der CS Euroreal von Crédit Suisse. Bedenken Sie jedoch, dass die Fonds womöglich Immobilien unter Wert verkaufen müssen, um sich flüssige Mittel zu beschaffen, dann verlieren Sie Geld.
  • Verkauf mit Verlust. Haben Sie Anteile an einem Fonds mit einer Bewertung unter 50 Punkten, erwägen Sie einen Verkauf – selbst wenn der Fonds geschlossen ist und Sie an der Börse hohe Abschläge hinnehmen müssen. Es könnte sein, dass die Verluste noch höher werden.

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