Für die Immobilienfonds Degi Europa, Kanam US-Grundinvest und Morgan Stanley P2 Value läuft die Schließungsfrist ab.

Offene Immobilienfonds Meldung

Für die Immobilienfonds Degi Europa, Kanam US-Grundinvest und Morgan Stanley P2 Value läuft die Schließungsfrist ab.

Die Lage. Für die drei offenen Immobilienfonds Degi Europa, Kanam US-Grundinvest und Morgan Stanley P2 Value wird es eng. Alle drei nehmen seit Ende Oktober 2008 keine Fondsanteile mehr zurück, weil sie nicht genug flüssige Mittel haben, um Anlegern ihr Geld zurückzuzahlen.Laut Investmentgesetz dürfen offene Immobilienfonds, die aufgrund von Liquiditätsengpässen geschlossen haben, höchstens zwei Jahre geschlossen bleiben. Diese Frist läuft Ende Oktober ab.

Die Fonds. Der Fonds Kanam US-Grundinvest hat bereits mehrere Immobilien veräußert, um wieder an flüssige Mittel zu gelangen. Weitere Verkäufe stehen an. Ob das reicht, um den Fonds wieder öffnen zu können, kann Kanam-Sprecher Michael Birnbaum noch nicht sagen.Ähnliches gilt für den Degi Europa, der mittlerweile zur Fondsgesellschaft Aberdeen gehört. Aberdeen will den Fonds weiterführen und steht in Verkaufsverhandlungen für „eine Vielzahl von Objekten“. Ob die flüssigen Mittel ausreichen werden, hängt davon ab, wie viele Rückgabewünsche auflaufen. Morgan Stanley hat schon im Mai angekündigt, sich die Liquidität notfalls durch Bleibezusagen von Anteilseignern zu sichern. Wenn sich dazu nicht genügend finden, steht der Fonds wohl vor der Abwicklung. Alle Immobilien müssten verkauft und das Geld schließlich an die Anleger ausgezahlt werden.

Der Ausblick. Außer den drei genannten sind weitere sechs Immobilienfonds geschlossen. Die Fonds SEB Immoinvest und Kanam Grundinvest haben Anfang August die Schließung für weitere neun Monate bis Mai 2011 bekannt gegeben.

Tipp: Anleger, die ihr Geld benötigen, können ihre Fonds über die Börse verkaufen. Allerdings werden die Anteile nur mit Abschlägen gehandelt. Besonders hoch sind die Abschläge mit über 40 Prozent beim Morgan Stanley P2 Value. Degi-Anleger würden rund 19 Prozent verlieren, Kanam-US-Grundinvest-Anleger rund 23 Prozent (Stand Ende Juli). Ob es sich lohnt, an den Fondsanteilen festzuhalten, ist offen.

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