Gerade erst ist SEB mit der Idee gescheitert, jetzt versucht es die Fondsgesellschaft Crédit Suisse Asset Management auf die gleiche Art: Sie lässt die Anleger darüber entscheiden, ob der CS Euroreal weitergeführt werden kann oder schließen muss. Dazu sammelt sie Verkaufsaufträge rückgabewilliger Anleger bis zum 21. Mai. Je weniger Anleger von dem Angebot Gebrauch machen, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Fonds wieder geöffnet und weitergeführt werden kann.

Zweijahresfrist läuft ab

Wie der SEB ImmoInvest ist der CS Euroreal seit rund zwei Jahren geschlossen. Am 21. Mai fällt die Entscheidung, ob der Fonds wieder öffnen kann oder abgewickelt werden muss. Der CS Euroreal verfügt über ein Vermögen von 6 Milliarden Euro, davon sind rund 1,5 Milliarden Euro flüssig. Reicht das Geld nicht, um alle bis dahin aufgelaufenen Anteilsrückgaben zu bedienen, bekommt keiner etwas. Der Fonds wird abgewickelt.

Umstellung auf das neue Gesetz

Sollte es dem Management des CS Euroreal gelingen, genügend Anleger bei der Stange zu halten, bleibt der Fonds bestehen. In Abstimmung mit der Aufsichtsbehörde Bafin wird das Sondervermögen aber sofort auf die neuen Regelungen des Anlegerschutzverbesserungsgesetzes umgestellt. Anleger können dann nicht mehr täglich über ihr Geld verfügen, sondern nur noch einmal im Jahr. Das soll verhindern, dass der Fonds in nächster Zeit erneut in Liquiditätsschwierigkeiten gerät.

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