Der nächste Immobiliendachfonds ist eingefroren: Die Fondsgesellschaft Allianz Global Investors (AGI) hat den Allianz Flexi Immo geschlossen. Anleger können ihre Anteile nicht mehr an die Fondsgesellschaft zurückgeben. Auch neue Anteile gibt es keine.

Krise der offenen Immobilienfonds schlägt durch

AGI musste den Fonds schließen, weil nicht mehr genügend flüssige Mittel vorhanden waren, um Anleger auszuzahlen. Seit Anfang 2011 hatten Anleger über 200 Millionen Euro abgezogen. Das habe die kurzfristig liquidierbaren Vermögenspositionen im Fonds weitestgehend aufgezehrt, teilt AGI mit. Der Fonds sei nunmehr nahezu vollständig in offenen Immobilienfonds investiert, die zurzeit selbst keine Anteile mehr zurücknehmen. Das Fondsvermögen beträgt rund 170 Millionen Euro.

Auch andere Dachfonds betroffen

Kürzlich hatten die Fondsgesellschaften DWS und LBB Invest die Dachfonds DWS ImmoFlex Vermögensmandat und Stratego Grund geschlossen. Auch sie hatten nicht mehr genügend flüssige Mittel, um weitere Anteile zurückzunehmen.

Was Anleger tun können

Anleger können versuchen, ihre Fondsanteile über die Börse zu verkaufen. Dort müssen sie allerdings einen Abschlag auf den von der Fondsgesellschaft festgestellten Anteilspreis hinnehmen. Der Handel mit Dachfonds ist zudem weit weniger rege als der mit einzelnen offenen Immobilienfonds. Das kann unter Umständen zu noch höheren Preisabschlägen führen. Eine weitere Möglichkeit, wieder an sein Geld zu kommen, ist der Weg vor Gericht.

Tipp: Grundlegende Informationen zum Schadenersatz für Anleger bietet Ihnen das Special Ausgleich für Verluste. Informationen über die aktuelle Situation bei offenen Immobilienfonds finden Sie im Test Offene Immobilienfonds.

Dieser Artikel ist hilfreich. 102 Nutzer finden das hilfreich.