Ölheizkessel Test

Sommer hin oder her: Es wird Zeit, an die Heizung zu denken. Ab 1. November 2004 gelten strengere Vorschriften für Öl- und Gasheizkessel. Mehr als 11 Prozent Abgasverlust sind dann nicht mehr erlaubt. Alte Heizkessel müssen bis dahin ausgetauscht werden. Die Stiftung Warentest hat moderne Ölheizkessel getestet und zeigt die besten Modelle.

Zu diesem Thema bietet test.de einen aktuelleren Test: Ölheizkessel

Die Frist läuft ab

Am 31. Oktober ist Schluss: Alte Heizkessel, die zu viel Energie durch den Schornstein pusten, müssen abgestellt werden. Sonst droht ein Bußgeld. Die erste Bundesemissionsschutzverordnung schreibt strengere Werte vor. Höchstens 11 Prozent Abgasverlust für Heizkessel mit einer Wärmeleistung von 4 bis 25 Kilowatt. Solche Heizungen sind in den meisten Ein- und Zweifamilienhäusern installiert. Für größere Kessel (Wärmeleistung 25 bis 50 Kilowatt) gilt ein Abgasgrenzwert von 10 Prozent. Heizungen mit einer Wärmeleistung über 50 Kilowatt dürfen nur 9 Prozent Abgasverlust haben. Je höher der Abgasverlust, desto mehr Energie verraucht durch den Schornstein. Die strengeren Grenzwerte sind nicht neu: Sie wurden schon 1998 beschlossen. Mit einer Übergangsfrist. Die läuft nun ab.

Aufkleber gibt Auskunft

Welche Kessel betroffen sind, haben die Schornsteinfeger festgestellt: Durch Abgasmessungen im Jahr 1998. Ein Aufkleber zeigt an, welche Kessel bis Oktober 2004 ausgetauscht werden müssen. Es sind derzeit noch etwa 650.000 Stück. Dabei lohnt sich der Austausch schon lange: Moderne Heizungen setzen die Energie besser um. Sie sparen bis zu 20 Prozent Brennstoff, geben weniger Kohlendioxid ab und lassen sich bequem bedienen. Im Sommer 2003 präsentierte die Stiftung Warentest die besten Gasheizkessel. Nun haben die Techniker zehn Ölheizkessel getestet. Niedrigenergiekessel mit und ohne Brennwertnutzung. Wärmeleistung 14 bis 25 kW. Die richtige Größe für das Einfamilienhaus.

Gute Kessel ab 3 000 Euro

Die besten Kessel ohne Brennwertnutzung heißen Buderus Logano und Vaillant iroVit. Der Buderus kostet 5 240 Euro, der Vaillant nur 3 530 Euro: Jeweils komplett mit witterungsgeführtem Regler, aber ohne Einbau. Heizungsinstallateure bieten die Kessel bis zu 20 Prozent unter dem Listenpreis an. Ein Preisvergleich lohnt sich. Die billigsten guten Kessel im Test kosten etwa 3 000 Euro: De Dietrich-Interdomo Domomatic, Weishaupt Thermo Unit S und MAN Eco-Star. Vorteil der Kessel ohne Brennwertnutzung: Sie können auch an älteren Schornsteinen betrieben werden. Ohne aufwändige Sanierung. Vorausgesetzt der Querschnitt passt.

Brennwertkessel sehr gut

Noch besser sind Brennwertkessel. Sie nutzen auch die Restwärme aus dem Abgas und holen so noch mehr Energie aus dem Brennstoff heraus. Voraussetzung: Heizung und Schornstein passen dazu. Der Schornstein muss mit Rohren aus Kunststoff, Keramik oder Glas ausgestattet sein, damit das Kondenswasser abfließen kann. Die Testsieger heißen Giersch Multijet und Viessmann Vitola. Diese Brennwertkessel sind sehr gut. Wer sparen will, wählt den Giersch Multijet. Preis: nur 4 760 Euro. Der Viessmann Vitola kostet 6 470 Euro. Brennwertkessel werden immer beliebter. Günstig ist die Kombination mit schwefelarmem Heizöl. Das Kondenswasser darf dann direkt ins Abwassernetz eingeleitet werden. Die sonst übliche Neutralisationseinrichtung entfällt. Das spart Geld.

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