Ökostrom bei dm 50 Euro geschenkt

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Ökostrom bei dm - 50 Euro geschenkt

Neben Windeln, Seife und Rasier­schaum verkauft der Drogerie­markt dm auch Ökostrom. Partner sind die Elektrizitäts­werke Schönau (EWS) und Lichtblick. Den Wechsel vergoldet dm mit einem 50 Euro-Einkaufs­gutschein.

Inhalt

Empfehlenswerter Ökostrom

Die Elektrizitätswerke Schönau (EWS) und Lichtblick gehören zu den wenigen empfehlenswerten Ökostromanbietern. Sie investieren beständig in neue Anlagen zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien. So wächst der Anteil von Ökostrom am Strommix. Darüber hinaus sind weder Betreiber von Atomkraftwerken noch deren Tochterunternehmen an EWS oder Lichtblick beteiligt.

50 Euro Bonus

Wer von einem dieser beiden Anbieter Ökostrom beziehen möchte, kann sich direkt auf ews-schoenau.de oder auf lichtblick.de anmelden. Oder ein Starterset bei dm kaufen. Preis: 1,95 Euro (wird mit der ersten Jahresabrechnung erstattet). Die Anmeldung über dm ist zwar etwas umständlich: Starterset kaufen, Anmeldeformular ausfüllen, mit einer Kopie der letzten Stromrechnung abschicken. Doch dafür schickt dm einen Einkaufsgutschein im Wert von 50 Euro, sobald der Ökostrom fließt. Die Konditionen sind fair. Es gibt keine Mindestvertragslaufzeit. Die Verträge mit EWS und Lichtblick lassen sich jederzeit innerhalb eines Monats kündigen. Den Einkaufsgutschein dürfen die Kunden in jedem Fall behalten.

Billiger als Grundtarif

Der Vergleich zeigt: Der Bonus macht die Angebote preislich attraktiv. Vor allem für Kunden im Grundtarif. Beispiel Stuttgart: Eine Familie mit einem Jahresverbrauch von 4 000 Kilowatt zahlt im Grundtarif der EnBW 1 084 Euro. Mit dem EWS-Strom von dm würde sie im ersten Jahr 95 Euro sparen. Fast die Hälfte aller Haushalte verharrt jedoch im Grundtarif ihres lokalen Energieversorgers. Sie bekommen Strom hauptsächlich aus fossilen Energiequellen oder Atomkraft. Dabei könnten sie Ökostrom beziehen und gleichzeitig Geld sparen.

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siriustag21 am 22.01.2012 um 12:44 Uhr
Echter Ökostrom oder Mogelpackung?

Stromversorger wie Elektrizitätswerke Schönau (EWS), Lichtblick, Naturstrom und Greenpeace verkaufen Strom aus regenerativen Energiequellen (Wind, Solarenergie, Wasserkraft etc.) und stecken das Geld in den Bau neuer Anlagen für Ökostrom. Die vier großen Stromversorger (RWE, EON, ENBW und Vattenfall teilen ihren Strommix oftmals auf: in Atom- und Kohlekraftwerksstrom einerseits (überwiegender Anteil), den sie an die Industrie billig verkaufen, und andererseits den Strom aus regenerativen Energiequellen, den sie sich z.B. von alten Wasserkraftwerken in Österreich gekauft haben (RECS-Zertifikate) und an ihre Kunden als Ökostrom verkaufen. Bei letzterem Beispiel werden keine neuen Anlagen für Ökostrom finanziert. Wer die Atomkraftwerksbetreiber nicht unterstützen will, sollte den Stromversorger wechseln und damit nur Ökostromanlagen mit dem Strompreis finanzieren.

Gelöschter Nutzer am 02.07.2011 um 22:20 Uhr
@Tschepe

Nein, die EEG-Umlage "sollen" nicht alle zahlen, es "müssen" sie alle zahlen. Das ist so, als würde ein Bäcker teure, kleine und harte Brötchen produzieren. Weil die kaum jemand kauft, findet er Verbündete in der Politik, die dann alle Brötchenkäufer - egal bei welchen Bäcker - dazu zwingen, dem Bäcker, mit den unverkäuflichen Brötchen, soviel Umsatz zu bezahlen, wie er möchte. Wer Strom produzieren möchte, muß sehen, ob er Abnehmer findet. Findet er Abnehmer, gut für ihn, Findet er keine, hat er Pech. Zwangsweise für ein Produkt zahlen zu müssen, welches ich nicht kaufen möchte, ohne die Möglichkeit zu haben, irgend etwas dagegen tun zu können, kenne ich nur aus Mafiafilmen. Aber vielleicht ist das ja auch genau der Grund. Übrigens: In Japan sind einige Arbeiter in den KKWs verstrahlt worden. Sonst niemand. Dauerhafte Schäden oder gar Todesfälle gibt es bislang genau 0.

Tschepe am 02.07.2011 um 18:12 Uhr
@Carthage [absurde EEG-Umlage?]

Deswegen heißt es ja EEG-Umlage, weil sich ALLE beteiligen sollen. Gerade die Verschmutzer sollten zugunsten einer saubereren Umwelt belangt werden, oder? Absurd finde ich, dass das Atommüllproblem alle betrifft, obwohl viele gar keinen Atomstrom kaufen. Absurd finde ich, dass auch japanische Ökofuzzis verstrahlt werden, weil selbst der engagierteste Selbstschutz chancenlos ist. Kann man nicht den Atommüll (in oral verabreichbarer Form?) und die Abgase an diejenigen liefern, die ihn schließlich auch gekauft haben? Warum dürfen ein paar kurzsichtige Egoisten unnötig und ungestraft MEINE Welt verpesten, nur um ein paar Cent zu sparen bzw ein paar Milliarden daran zu verdienen? Alle Schäden und Risiken müssen in den Strompreis eingepreist werden. Dagegen ist die EEG-Umlage ein lächerlich kleiner Pups (enthält nicht-fossiles CO2!). - Es ist blöd, dass Risiken auf die Gemeinschaft abgewälzt werden. Lieber mir mein Blockheizkraftwerk und Ihnen Ihr Mini-Atomkraftwerk in den Keller.

Gelöschter Nutzer am 30.06.2011 um 21:07 Uhr
Schön wäre es...

@Tschepe: Leider geht das nicht. Das EEG schreibt vor, daß jeder Stromabnehmer - unabhängig vom abgenommenen Strommix - die EEG-Umlage zahlen muß. Das ist ja gerade das Absurde.

Tschepe am 30.06.2011 um 19:45 Uhr
[ Sorry: Bearbeitungsüberkreuzung ]

Sorry, die Kommunikationsmöglichkeiten sind hier beschränkt. Ich wollte zunächst nur einen Flüchtigkeitsfehler und eine unwichtige Aussage und schließlich eine unnötige Schärfe rausnehmen, wobei mir aber wieder ein paar Vorwürfe reingerutscht sind. - Zur Sache: Das stimmt eben NICHT, dass der Verbraucher machtlos ist. Gerade bei EWS Schönau, Naturstrom, etc. sieht die Atomwirtschaft keinen Pfennig, weil sie unabhängig sind (bis auf Durchleitungsgebühren). Da kann der Staat den Konzernen vorschreiben, was er will. Oh, sie wollen in die andere Richtung. Tut mir leid, ich habe tatsächlich noch kein Angebot für lupenreinen Atomstrom gefunden. Auch wenn der Staat einen regenerativen Mindestanteil vorschreibt, findet Ihr Atomstromanbieter ja vielleicht einen Ökofuzzi, dem er den vorgeschriebenen Ökostrom verkaufen kann, damit er Ihnen reinen Atomstrom verkaufen kann. Oder?