Die Lieblingsaktien der Manager

Wir haben nachgeschaut, welche Aktien die 28 internationalen Ökofonds im Test kaufen. Am häufigsten gezählt haben wir Vestas Wind Systems, Procter & Gamble sowie Nokia. Ein Überblick.

  • Allianz: Die Allianz ist eine der weltgrößten Versicherungsgesellschaften. Im Index DJSI World von SAM und Dow Jones (siehe „Von breit gestreut bis sehr speziell“) ist die Allianz Branchenführerin: Die SAM-Analysten nennen als Beispiel das ökologische Engagement der Münchner über ihre Tochter Allianz Climate Solutions. Deren Mitarbeiter helfen Firmen, sich für die Klimarisiken in ihrem Sektor zu rüsten. Auch bei der Geldanlage werden Nachhaltigkeitskriterien mitberücksichtigt.
  • General Electric: Der Mischkonzern aus den USA ist die zweitgrößte Firma der Welt und einer der größten Erbauer von Kernkraftwerken. 2005 hat GE das Projekt „Ecomagination“ zur Entwicklung umweltfreundlicher Technologien gestartet. General Electric hat das bisher schubstärkste und gleichzeitig leiseste Flugzeugtriebwerk gebaut und eine Technologie entwickelt, mit der Kohle 97,5 Prozent des Schwefelgehalts entzogen wird, ehe sie – sauber – verbrennt.
  • Hewlett Packard: Der Computerhersteller aus Palo Alto, USA, kümmert sich besonders darum, dass die Entwicklungsländer den Anschluss an das digitale Zeitalter nicht verpassen, streicht das Research-Team des Allianz RCM Sustainability Fonds heraus. Für Alfred Platow vom Fonds Ökovision ist wichtig, dass die Firma beim Bau der Computer keine umweltschädlichen Stoffe wie PVC verwendet.
  • Nokia: Der finnische Handyriese hat sich bisher immer vorbildlich um seine Mitarbeiter gekümmert, heißt es in der Ökofondsbranche. Er habe beispielsweise flexible Arbeitszeitmodelle oder Heimarbeitsmöglichkeiten angeboten. Nach der Werksschließung in Bochum steht die Aktie zumindest bei einigen Fondsmanagern auf der Beobachtungsliste.
  • Procter & Gamble: Wer Pampers herstellt, kann nicht öko sein, denken viele. Doch die Windeln sind jetzt dünner. P & G hat zudem Waschsubstanzen entwickelt, die den Pulververbrauch reduzieren und Waschen bei niedrigeren Temperaturen erlauben, ergänzt das Fondsresearch des Allianz RCM Sustainability. Als weiteres Beispiel für die Innovationsfähigkeit gilt bei Analysten ein Pulver, das aus Schmutzbrühe Trinkwasser macht.
  • Suncor: Die kanadische Firma Suncor ist einer der größten Energieversorger Nordamerikas. Hauptgeschäftszweck der Firma ist nicht Sonnenenergie, sondern die Ausbeutung von Ölsand. „Das sieht zwar nicht schön aus“, sagt Herbert Perus von Raiffeisen Capital Management, „aber es ist langfristig eine der umweltschonendsten Arten, Öl zu fördern.“ Wo Ölsand ist, wohnt ohnehin keiner. „Das ist besser als die Ölförderung in Afrika.“ Suncor bestellt auch das größte Maisfeld Kanadas zur Produktion von Biosprit.
  • Vestas Wind Systems: Die dänische Firma Vestas ist nach eigenen Angaben mit einem Marktanteil von 23 Prozent der weltführende Hersteller von Windenergieanlagen. 35 000 Turbinen hat die Firma installiert. Die Aktie findet sich in vielen Ökoaktienfonds unter den Top-Werten. Die Fondsmanager sagen, sie sei an der Börse noch unterbewertet.

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