Der Spitzenreiter: Pioneer Global Ecology

Ökofonds Test

Finanztest-Bewertung: 77,1 Punkte, stark überdurchschnittlich
Isin: LU 027 165 613 3
Fünfjahreswertentwicklung:
18,3 Prozent pro Jahr
Fondsgesellschaft: Pioneer Investments
Fondsmanager: Christian Zimmermann

Strategie

Ökofonds Test

Warum dieser Fonds „Global Ecology“ heißt, verwundert zunächst. Beim Blick in unsere Übersichtstabelle „Die Top Ten...“ findet der Leser für den Fonds nur ethische Kriterien, aber keine Anhaltspunkte für eine ökologische Ausrichtung. In dieser Tabelle haben wir die Auswahlkriterien der Fondsmanager zusammengefasst.

Demnach sind für Manager Zimmermann Anlagen in Alkohol, Glücksspiel, Tabak und Rüstung tabu, er darf aber durchaus Geld in die Auto- oder Flugzeugindustrie stecken oder Aktien von Firmen kaufen, die mit Atomkraft ihr Geld verdienen.

Trotzdem sei die Bezeichnung „Ecology“ berechtigt, sagt die Fondsgesellschaft Pioneer. Nach dem Verkaufsprospekt soll der Fonds für mindestens zwei Drittel seines Vermögens Aktien von Unternehmen kaufen, die umweltfreundliche Produkte oder Technologien herstellen oder dazu beitragen, dass die Umwelt sauberer und gesünder wird. Das sind Anforderungen, wie sie im Kriterienkatalog für Ökofonds zu finden sind. Aber sie gelten eben nicht für alle ­Papiere, die der Fonds kauft.

In den Top Ten des Fonds finden sich mit Vestas (Dänemark) und dem Stromversorger Iberdrola (Spanien) gleich zwei große Vertreter des Windenergiegeschäfts. Ebenfalls zur Versorgerbranche zählen Suez, Veolia (beide Frankreich) und Aguas de Barcelona (Spanien). Agrium (Kanada) und Yara (Norwegen) sind Düngemittelhersteller, auch Bunge (USA) ist ein Unternehmen aus dem Agrarsektor. Acciona (Spanien) ist im Hoch-, Tief- und Infrastrukturbau tätig.

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