Sarasin Oekosar und Ökovision

Ökofonds Meldung

Die Schweizer Bank Sarasin ist nach eigenen Angaben die größte Anbieterin von nachhaltigen Geldanlagen in Kontinentaleuropa. Sarasin ist selbst mit mehreren Nachhaltigkeitsfonds am Markt, der älteste ist der Mischfonds Oekosar. Der Vermögensverwalter mit Sitz in Basel managt auch Fonds anderer Gesellschaften, etwa den von der Ökobank gemeinsam mit Versiko aufgelegten Ökovision. Beide Fonds arbeiten mit demselben Research: Sarasin schließt Investitionen in die Atom-, Agrochemie-, Automobil-, Tabak- und Rüstungsindustrie aus, ebenso Pornografie und Gentechnologie bei Nahrungsmitteln. Gentechnologie in der Medizin und Kinderarbeit werden differenziert betrachtet. In die Bewertung der verbleibenden Unternehmen fließen zum einen finanzielle und zum anderen ökologische und soziale Aspekte ein. Auch Länder bekommen bei Sarasin ein Nachhaltigkeitsrating. Deutschland gehört deswegen in die Top Ten, weil es besonders viel für den Umweltschutz macht: Ökosteuer, grüner Punkt. Bei der Zusammenstellung des Portfolios von Oekosar wird das Team um Fondsmanager Andreas Knörzer von einem Beirat beraten. Anders beim Ökovision: Hier schlägt Sarasin die Titel vor, ausgewählt werden sie dann von einem elfköpfigen unabhängigen Anlageausschuss. Der legt zumeist noch engere Maßstäbe an. Kinderarbeit ist zum Beispiel völlig tabu. Bevorzugt werden Aktien von Pionierfirmen.

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