Ökobank Meldung

Nach dem Scheitern der Fusionsverhandlungen mit der GLS Gemeinschaftsbank aus Bochum setzt die Frankfurter Ökobank wieder auf Eigenständigkeit. Zum Jahresende 2001 will das ethisch-ökologisch ausgerichtete Institut mithilfe der Sicherungseinrichtung des Bundesverbands der Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) wieder schwarze Zahlen schreiben. Kreditausfälle von rund 17 Millionen Mark hatten das vor zwölf Jahren gegründete Kreditinstitut aus der Bahn geworfen. Ein ökologischer Bauträger sowie zwei mittelständische Unternehmen aus dem Recyclingbereich konnten ihre Kredite nicht zurückzahlen. Nach dem Austausch des Vorstands und der Überprüfung von Abläufen und Kosten wollen die Ökobanker, so Pressesprecherin Jutta Gelbrich, eine "Intensivierungsstrategie" fahren, um ihre mehr als 30.000 Kunden, vor allem aus dem Kreis der grünen Besserverdiener, noch enger an sich zu binden. Kooperationen mit anderen ethisch-ökologischen Banken sind auch künftig nicht ausgeschlossen. Bei Redaktionsschluss hatten die Frankfurter die holländische Triodos-Bank als Partner im Auge.

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