Öko-Textilien Meldung

Zwar sind einige Öko-Kollektionen in den letzten Jahren vom Markt verschwunden, doch vor allem das Label "Öko-Tex Standard 100" hat sich mittlerweile durchgesetzt. Es wird von mehreren europäischen Prüfinstituten vergeben und schreibt für Erwachsene und Kleinkinder unterschiedlich strenge Grenzwerte fest, die für Gesunde nach derzeitigem Wissensstand kein Risiko befürchten lassen. Auswirkungen auf die Umwelt und soziale Aspekte wie zum Beispiel die Arbeitsbedingungen in zahlreichen Herstellerländern bleiben bisher unberücksichtigt.

Vergleichbar wird bei der Vergabe des SG-Zeichens verfahren. Es steht für schadstoff-geprüfte Schuhe, Lederwaren und Lederbekleidung und wird von drei deutschen Instituten vergeben.

Strenger sind die Richtlinien für die Zeichen "Better" und "Best", herausgegeben vom Internationalen Verband der Naturtextilwirtschaft, dem 90 Textil- und Bekleidungsfirmen angehören. Diese Zeichen bieten für Hautempfindliche oder -kranke derzeit ein Maximum an Sicherheit, weil noch strenger auf Rückstände im Textil geachtet wird. Gleichzeitig werden ökologische und soziale Anforderungen gestellt. Sie betreffen zum Beispiel Herstellung, Transport und Recycling sowie das Verbot von Kinderarbeit.

"Best" lässt nur ökologisch erzeugte, "Better" auch konventionell angebaute Rohstoffe zu. Anders als bei Öko-Tex Standard 100 sind Mattierungs- und Glanzmittel, aber auch Zusätze, die Textilien vor Motten oder vor dem Einlaufen schützen, bei "Better" und "Best" nicht erlaubt.

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