Die Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder (VBL) muss bis zum 1. Januar 2001 die Zusatzversorgung für Angestellte reformieren. Das fordern die Richter des Bundesverfassungsgerichts in Karlsruhe (Az: 1 BvR 1136/96).

Das Gericht kritisiert vor allem zwei Punkte: Angestellte seien im Vergleich zu Beamten benachteiligt, weil ihre Zusatzrente nicht wie eine Beamtenpension dynamisiert sei, also nicht regelmäßig an die Inflationsrate angepasst werde. Außerdem stünden Ange- stellte des öffentlichen Dienstes, die früher in der Privatwirtschaft tätig waren, schlechter da als dauerhaft im öffentlichen Dienst Beschäftigte. Denn die Versorgungsanstalt berücksichtige ihre vorherige Tätigkeit bei der Zusatzrente bisher nur zur Hälfte. Das verstoße gegen den Gleichheitsgrundsatz, so die Karlsruher Richter.

"Das Urteil tangiert die Berechnung der Versorgungsrente in einem wesentlichen Punkt. Deshalb ist die Frist sehr knapp", sagt VBL-Sprecher Claus-Jürgen Rissling.

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