In den Zusatz­angeboten des öffent­lichen Dienstes zur betrieblichen Alters­versorgung hinterlässt die Nied­rigzins­phase deutliche Spuren. Die Versorgungs­anstalt des Bundes und der Länder (VBL) – größte Zusatz­versorgungs­kasse in Deutsch­land – hat die garan­tierte Verzinsung für Neuabschlüsse im Juni drastisch gesenkt. Die VBL sagt Arbeitnehmern im öffent­lichen Dienst, die freiwil­lig durch Entgelt­umwandlung oder eine Riester-Rente für ihr Alter vorsorgen wollen, nur noch 0,25 Prozent zu. Zuvor waren es noch 1,75 Prozent.

Die garan­tierte Verzinsung bei den Extraan­geboten der VBL liegt damit weit unter dem Garan­tiezins von 1,25 Prozent, den die meisten Anbieter privater Renten­versicherungen derzeit noch bieten (Special Garantiezins sinkt weiter, Finanztest 8/2016). Der Abschluss eines betrieblichen Riester-Vertrags dürfte sich so kaum lohnen. Anders als bei privaten Riester-Verträgen fallen beim betrieblichen Riestern außerdem auf die Rente oft hohe Sozial­abgaben an.

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