Obi ruft CMI-Akkuschrauber zurück Meldung

Die Baumarktkette Obi startet ein groß angelegte Rückrufaktion. Bei rund 100 000 Akkuschrauber können, so O-Ton Obi: in „sehr seltenen Ausnahmefällen“ die Akkus „bersten und den Benutzer verletzen“. Betroffen sind sind 14,4– und 18-Volt-Maschinen der Billigmarke CMI und die Akkutypen HL-B180 Q1, HL-BL180–8S und HL-B144–8S. Besitzer solcher Geräte sollten sie nicht mehr benutzen und zurück zu Obi bringen.

Keine Ersatzakkus

Obi ruft CMI-Akkuschrauber zurück Meldung

Bemerkenswert: Obi liefert keine Ersatzakkus, sondern erstattet den Kaufpreis. Grund nach Darstellung einer Obi-Sprecherin: Die Beschaffung einwandfreier Ersatzakkus hätte mindestens fünf Wochen gedauert. So lange wollte das Unternehmen mit der Rückrufaktion nicht warten. Das Unternehmen hat in Abstimmung mit der Gewerbeaufsicht in Köln Käufer von betroffenen Akkuschraubern, die bei der Zahlung ihre Payback-Karte vorgelegt haben, direkt angeschrieben. Andere Besitzer potenziell gefährlicher Akkus hofft Obi über Informationen im Internet, in den Baumärkten und in den Werbeprospekten zu erreichen. Allerdings: Auf der Homepage des Unternehmens ist der Link zu den Informationen zur Rückrufaktion ausgesprochen schwer zu finden.

Giftiger Zellinhalt

Die vom Rückruf betroffenen Akkus sind Nickel-Cadmium-Zellen. Die Schwermetall-Verbindungen in solchen Akkus sind hochgiftig. Zu erkennen sind die Akkus über die Bezeichnung

  • HL-B180 Q1
  • HL-BL180-8S
  • HL-B144-8S

auf dem Typenschild am Akku. Genauere Angaben über die Ursache des Risikos macht Obi nicht. Bei hoher Belastung oder einem Kurzschluss können sich Akkus sehr stark erhitzen. Fragen zur Rückrufaktion beantworten Obi-Mitarbeiter in den Baumärkten und telefonisch unter der Rufnummer 0 180 5/62 46 24 (14 Cent pro Minute aus dem deutschen Festnetz).

Volle Haftung für Schäden

Unfälle mit vom Rückruf betroffenen Akkuzellen sind laut Obi-Sprecherin bisher nicht bekannt. Das Problem sei bei routinemäßigen Qualitätskontrollen aufgefallen. Wenn es wegen des Produktfehlers doch zu Unfällen kommt, haftet der Hersteller. Opfer haben Anspruch auf Schadenersatz und ein angemessenes Schmerzensgeld. Ein Verschulden des Herstellers müssen Sie nicht nachweisen. Feststehen muss nur, dass die Verletzungen und sonstigen Schäden Folge des Produktfehlers sind.

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