Null-Prozent-Kredite Jetzt mit Widerrufs­recht

Null-Prozent-Kredite - Jetzt mit Widerrufs­recht
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Null-Prozent-Kredite bergen erhebliche Risiken. Eines davon wurde nun entschärft: Kunden haben seit 21. März ein Widerrufs­recht. Wer im Laden zum Beispiel einen Fernseher mit einem zins­losen Kredit bezahlt, kann nun bis 14 Tage nach Vertrags­abschluss das Darlehen widerrufen und damit auch den Kauf rück­gängig machen. Das hilft, wenn man es sich kurz nach dem Kauf anders über­legt oder wenn der Fernseher nicht funk­tioniert. Bisher gab es das Widerrufs­recht nur bei verzinsten Krediten.

Kredit­widerruf gilt auch für den Kauf

Meist werden solche Darlehen vom Händler vermittelt. Damit handelt es sich um ein „verbundenes Geschäft“. Das ist der Grund, warum der Kredit­widerruf auch für den Kauf gilt. Der Kunde kann die Ware zurück­geben und braucht keine Raten zu zahlen. Das gilt aber nur 14 Tage. Danach kann er die Ware nur zurück­geben, wenn sie Mängel hat und Reparaturen oder Austausch fehl­schlagen.

Kostenfallen im Klein­gedruckten

Null-Prozent-Kredite sind ein wichtiges Verkaufs­instru­ment, aber mit Vorsicht zu genießen. Oft ist die Ware teurer als bei Barzahlung – wirk­lich umsonst ist der Kredit dann gar nicht. Außerdem stehen im Klein­gedruckten oft weitere Kosten, etwa für Konto­führung, Bearbeitung, Vermitt­lung oder eine Kredit­versicherung.

Kurze Lauf­zeit, hohe Raten – oft muss der Dispo herhalten

Problematisch sind die kurzen Kredit­lauf­zeiten. Häufig bleibt am Ende eine Rest­schuld, für die der Kunde einen weiteren Kredit aufnehmen muss. Der kostet dann hohe Zinsen. Oder die Raten sind wegen der kurzen Lauf­zeit so hoch, dass mancher Kunde sie nur zahlt, indem er seinen Dispo nutzt. Das kostet ihn Zinsen.

Kreditkarte als Zugabe

Einige Händler geben als Zugabe gleich noch eine Kreditkarte mit. Darauf stellt die Bank einen Kredit­rahmen für weitere Einkäufe zur Verfügung. Für diesen Zusatz­kredit gilt das Null-Prozent-Angebot nicht.

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