Notebooks und Ultra­books Test

Notebooks ersetzen zunehmend den klassischen PC. Gute gibt es ab 550 Euro. Ultra­books sind flach, edel und über­raschend leistungs­stark.

Er wiegt elf Kilogramm, hat einen knapp 13 Zenti­meter kleinen Bild­schirm, kostet 1 795 Dollar und ist die Sensation – im Jahr 1981. Der Osborne 1 gilt als erster trag­barer Computer der Welt. Ihm haben wir den Begriff „Schlepp­top“ zu verdanken. Vom Schleppen kann bei den heutigen Notebooks kaum noch die Rede sein. Besonders die flachen Ultra­books präsentieren sich als Fliegengewichte. Erst­mals haben wir sieben dieser dünnen und edel anmutenden Computer getestet. Außerdem im Test vertreten sind zehn größere Notebooks. Die könnten den PC zuhause ohne Weiteres ersetzen.

Ultra­books sind beein­druckend flach

Die Ultra­books wiegen nur zwischen gut einem und andert­halb Kilo. Mit Dicken um zwei Zenti­meter sind sie beein­druckend flach. Ideal für Dienst­reisende und Pendler, die bereits im Zug oder Flieger mit der Arbeit beginnen. Büro­anwendungen wie zum Beispiel Excel oder Multimedia­einsätze wie Bild­bearbeitung meistern sie problemlos, obwohl sie keinen eigenen Grafikspeicher haben. Die Flachen verfügen nur über einen Grafikchip auf dem Prozessor. Für Spieler sind sie daher nichts. Über­raschend: Ansonsten ist ihre Rechen­leistung erstaunlich gut. Eine Erklärung liefern die recht leistungs­starken Prozessoren und die einge­bauten SSD-Speicher (Solid-State­Drive, Fest­körperlauf­werk, siehe „test erklärt“). Die ermöglichen einen schnellen Daten­zugriff. Die schlanken Rechner bieten allerdings kein DVD-Lauf­werk, die Speicher­kapazität ist meist kleiner als bei den Notebooks. Der typische Ultra­book-Nutzer besitzt daher oft einen weiteren Computer oder zumindest ein externes Lauf­werk.

Asus und Toshiba über­zeugen

Notebooks und Ultra­books Test

Clever gelöst. Beim Ultra­book von Samsung können Nutzer den Netz­werk­anschluss herunter­klappen.

Clever gelöst. Beim Ultra­book von Samsung können Nutzer den Netz­werk­anschluss herunter­klappen.

Besonders das Asus Zenbook und das Toshiba Satellite z830–10J machen eine gute Figur. Das Asus punktet mit seinem sehr hellen und hoch­auflösenden Display. Das Toshiba glänzt mit einem matten Bild­schirm und zählt zu den dünnsten. Dennoch ist es gelungen, recht viele Anschlüsse unter­zubringen. Oft ein Problem bei den schlanken Rechnern. Vielen fehlt der Platz für Video­ausgänge wie HDMI oder VGA.

Einige Ultra­books verzichten auf wichtige Anschlüsse wie den für das Netz­werk­kabel. Asus löst das Problem mit einem mitgelieferten USB-Adapter. Einen anderen Trick hat sich Samsung über­legt: Nutzer können den Netz­werk­anschluss (Lan) herunter­klappen (siehe Foto). Den Akku können sie bei Ultra­books nicht heraus­nehmen. Er ist fest verbaut. Das macht den Wechsel schwierig und teuer.

MacBook Air ist der Pionier

Das Apple MacBook Air gilt als Pionier der flachen und edlen Notebooks. Im Test ist es das einzige ohne Wind­ows-Betriebs­system und schneidet insgesamt gut ab. Begeisterung löst die Akku­lauf­zeit aus. Das MacBook Air erlaubt fast neun Stunden Internetsurfen und gute fünf­einhalb Stunden Filmgu­cken.

Ultra­books teil­weise doppelt so teuer

So beein­druckend die flachen und leistungs­starken Ultra­books auch sind – edel ist nicht nur ihr Design, sondern auch ihr Preis. Mit 1 300 Euro kostet das Asus Zenbook mehr als doppelt so viel wie das beste Notebook, das Medion Akoya. Selbst das güns­tigste Ultra­book ist immer noch 100 Euro teurer als das teuerste Notebook.

Notebooks für das Heimbüro

Die Notebooks eignen sich gut für den Einsatz am Schreibtisch. Dank großer Fest­platte, guter Rechen­leistung, DVD-Lauf­werk und großem 39,4-Zenti­meter-Bild­schirm können sie den PC ersetzen. Auch für Spieler sind sie aufgrund der zusätzlichen Grafikkarte interes­sant. Wer viel mit Excel arbeitet, schätzt den Nummern­block an der Tastatur. Für den Außen­einsatz eignen sie sich nur bedingt. Mit einem Gewicht bis zu 2,7 Kilogramm und einer Höhe von bis zu 4,8 Zenti­metern sind sie recht schwer und dick. Ein gelegentlicher Ausflug ist aber auch mit ihnen kein Problem. Die Akku­leistung hat sich stark verbessert. Obwohl wir die Bewertungs­grenzen verschärft haben, schneiden viele bei der Akku­prüfung gut ab.

Medion Akoya knapp vorn

Wenn­gleich viele Notebooks sich gut schlagen, hat sich das Medion Akoya P6812 doch knapp an die Spitze gesetzt. Es über­zeugt mit seinem Akku und seinem matten Display und bietet einen USB-3.0-Anschluss für schnellen Daten­austausch.

Mattes Display besser für draußen

Egal ob Ultra­book oder Notebook: Wer seinen trag­baren Computer draußen bei Sonnen­schein benutzen will, sollte auf ein mattes Display achten. Das Medion Akoya bietet ein solches, genauso das Toshiba Ultra­book. Auch die beiden Samsung-Geräte im Test haben einen nicht­spiegelnden Bild­schirm. Ebenfalls für draußen geeignet ist das Asus Zenbook. Sein Display ist zwar glänzend, aber dafür sehr hell.

Eines haben die heutigen Notebooks gemein­sam – sie stammen von etablierten Firmen. Ganz anders als ihr Ahne Osborne: Das Unternehmen ging nach nur zwei Jahren und einem zu früh angekündigten Nach­folgemodell pleite.

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